Donnerstag, 28. April 2016

Rezension: Bob der Streuner



Bob der Streuner

Autor: James Bowen
Herausgeber/Verlag: Bastei Lübbe
Preis: eBook – 6,99€; Taschenbuch – 8,99€; Buch – 12,99€
Buchlänge: Buch - ca. 250 Seiten

Klappentext:

Das Leben meint es nicht gut mit James Bowen: Der Obdachlosigkeit entkommen, schlägt er sich als Straßenmusiker durch. Als er eines Abends einen abgemagerten, streunenden Kater vor seiner Tür findet, scheint er sein tierisches Ebenbild zu treffen. Und mehr noch: Während er den Streuner aufpäppelt, entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Der Kater Bob will nämlich keineswegs zurück in die Freiheit. So, wie James dem Kater Bob seine Lebenskraft zurückgibt, so füllt das samtpfötige Wesen James Leben wieder mit Sinn - und jeder Menge witziger Anekdoten. Mittlerweile sind James und Bob weltbekannt, ihre Geschichte hat bereits Millionen Leser gerührt. Nur selten wird die Beziehung zwischen Mensch und Katze so charmant beschrieben wie in "Bob der Streuner".

Meine Meinung zum Buch: James Bowens Leben ist zu Anfang des Buches so, wie ich mir meins nie vorstellen könnte: Er lebt alleine in einer Sozialwohnung, hat nur wenige Freunde und keinen Kontakt mehr zu seiner Familie. Seinen Lebensunterhalt verdient er durch Straßenmusik. Er hat schreckliches erlebt, aber er hatte den Tiefpunkt seines Lebens überstanden und schlug sich nun mehr schlecht als recht durch Leben. Doch dann traf er auf Bob. Einen heruntergekommenen roten pelzigen Kater der eines Tages einfach in seinem Treppenhaus auftauchte. Kurzentschlossen nahm James ihn bei sich auf und pflegte ihn gesund. Eine Entscheidung die sein Leben verändern sollte.
Das Buch ist großartig erzählt. In Erzählungen erfährt man, was James alles in seinem leben erlebt hat und durch die genaue Erzählweise an den richtigen Stellen kann man es nachvollziehen, auch wenn bestimmt keiner, der nicht am eigenen das erlebt hat, was James durchgemacht hat, wirklich verstehen kann. Er hat sich sein Leben durch dumme Entscheidungen verbaut und versucht nun sich wieder nach oben zu kämpfen. Und Bob hilft ihm dabei. Man merkt richtig, wie James im Verlauf des Buches immer aufgeschlossener und ja, teilweise auch fröhlicher wird. Durch Bob hat er wieder ein Licht in seinem Leben, an das er sich klammern kann. Doch das nicht alles mit Bob besser wurde, wurde mehr als oft verdeutlicht.
Insgesamt fand ich das Buch sehr berührend und herzerwärmend. Man fiebert mit James mit und hofft, dass er endlich den Sprung ins normale leben schafft. Man erfährt, wie wichtig es ist einen Bezugspunkt zu haben und jemanden, der einem halt gibt (auch wenn dieser jemand nur ein kleiner roter Kater ist). Und was das besten an dem ganzen Buch ist: Es ist eine wahre Geschichte und für alle ein Zeichen, das man sich aus jedem Tiefpunkt wieder heraus kämpfen kann – wenn man es denn wirklich will!

Schreibstil: Ich glaube „Bob der Streuner“ war das Buch, das bisher dem wenigstens Sprechtext und Konversationen aufgeboten hat. Aber meiner Meinung war das auch gar nicht nötig. Der Schreibstil war flüssig und ließ mich das Buch flüssig lesen.

Schwachpunkte: Meckern auf höchstem Niveau. Auch wenn es so sein möchte, störte mich etwas, dass James sich so niedrig eingeschätzt im Vergleich zu Bob. Zumindest kommt es mir so vor, aber man darf nicht vergessen, dass es nicht nur Bob war, der James aus seinem Loch zog, sondern James es war, der es Bob erst einmal möglich machte eine so große Stütze für ihn zu sein. Aber das ist eine minimale Bemängelung, die das Buch auf keinen Fall weniger lesenswert macht.

Cover: Da ich die Version des doppelbändigen Buches habe: „Bob der Streuner“ und „Bob und wie er die Welt sieht“, bewerte ich dieses und nicht das des Einzelbandes. Das Buch war mir vom ersten Moment an sympathisch. Der kleine Rotpelz mit seinem Schal ist zum verlieben süß. So einfach das Cover auch ist, finde ich es schöner als manch andere, die nur überfüllt sind mit Motiven, Formen und Farben,

Fazit: Ein sehr schönes und herzerwärmendes Buch über das wahre Leben und seine Höhen und Tiefen. Und obwohl die Tiefen in James Leben bisher überwiegt haben, wünsche ich mir, das es bei ihm Bergauf geht und bin gespannt auf den zweiten teil des Buches (Rezension wird natürlich ebenfalls auf diesem Blog erscheinen).



Ich vergebe 5 von 5 Sternen für dieses Buch. 

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