Montag, 18. April 2016

Buchrezension: Divinitas



Autor: Asuka Lionera
Herausgeber/Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: eBook - 3,99€; Buch - 14,99€
Buchlänge: 339 Seiten


"Eine Halbelfe!", ruft der Ritter angewidert und spuckt auf den Boden neben mir aus. "Ich dachte, diese Missgeburten hätte man ausgerottet!" Sie haben sie gesehen! Sie haben meine Ohren gesehen! Sie wissen, was ich bin!"

Von den Elfen verachtet und den Menschen gefürchtet hat sich die Halbelfe Fye in die Abgeschiedenheit zurückgezogen. Doch sie wird enttarnt und gefangen genommen und an der Schwelle von Leben und Tod gerät sie in eine uralte Fehde. Wer meint es ehrlich mit ihr - der verfluchte Prinz oder der strahlende Ritter?

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Meine Meinung zum Buch: Das Buch setzt mitten im Geschehen ein. Fye ist auf dem Weg in eine Stadt um einige Waren zu besorgen. Es wird keine Zeit damit verschwendet großartig die Lebensgeschichte der Protagonistin zu erzählen, stattdessen erfährt man diese Stück für Stück, je weiter die Handlung fortschreitet. Man ist sofort auf Fyes Seite und kritisiert die Menschen dafür, dass sie Halblinge (Halbelfen), wie Fye, nicht akzeptieren. Anfangs kam mir Fye wie eine selbstsichere junge Frau vor, mit der zeit musste ich aber feststellen, dass ihre Gedanken zeitweise sehr naiv und unverständlich waren. 
Die Spannung steigt nichtsdestotrotz an, je weiter die Geschichte ihren Lauf nimmt und endet schließlich in einem geschmackvollen Finale, das einen würdigen Abschluss diesen Buches liefert. Es hat mich teils etwas überrascht, aber mein Leseerlebnis stimmungsvoll abgerundet.
Ich habe schon einige Bücher zum Thema Elfen/Halbelfen gelesen, aber die Idee und die Umsetzung von Asuka Lionera ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Dieses Buch hatte mich bereits gepackt, als ich nur Klappentext gelesen hatte. Ich wusste sofort: Das muss ich habe. Und siehe da, ich habe mich nicht getäuscht. Und ich bin froh, dass es ein weiteres Buch meiner eBook Bibliothek ist.

Der Schreibstil der Autorin ist klar und verständlich, anfangs hatte ich noch ein paar Schwierigkeiten, aber das gibt sich schnell. Sie benutzt keine allzu langen und komplizierten Sätze, dennoch ist eine gewissen Varianz vorhanden. Wenn sie Orte und Handlungsschauplätze des Buches beschreibt, kann man sie sich problemlos vorstellen.

Ich konnte mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen, auch wenn ich sie manchmal nicht ganz verstand. Durch den Wechsel der Sichtweise zwischen Fye und Vaan wusste ich zu jeder Zeit, was in wem vorging und konnte ihre Handlungen und Taten ideal nachvollziehen.

Meiner Meinung nach hatte dieses Buch nur einige wenige Schwachpunkte, die mich etwas gestört haben. Zum einen die übermäßigen Rettungsaktionen von Prinz Vaan und zum anderen Fyes Gefühlswelt. Besonders in der ersten Hälfte des Buches hat er, meines Ermessens nach, Fye zu oft, zu plötzlich gerettet. In der zweiten Hälfte des Buches hat sich das aber etwas gegeben, sodass er nicht immer rechtzeitig zur Stelle war. Nichtsdestotrotz kein Schwachpunkt, der das Leseerlebnis beeinflussen würde.
Zu ihren Gefühlen kann ich nur sagen, dass sie, meines Erachtens, manchmal zu schnell umgeschwenkt sind. Des Öfteren innerhalb weniger Stunden. Das fand ich bisweilen etwas unrealistisch.

Ich muss zugeben, dass mich das Cover anfangs verwirrt hat. Mir war klar, dass die Frau auf dem Cover Fye darstellen sollte, aber was hatte der Wolf dort zu suchen? Die Aufklärung erwartete mich während des Lesens und machte schlussendlich Sinn. Mann sollte sich keinesfalls davon irritieren lassen, dass er nicht im Klappentext erwähnt wird.

Fazit: Ein sehr in sich stimmiges Buch, das mir beim Lesen Freude bereitet hat. Die Chancen stehen gut, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein wird und es mich irgendwann erneut an der Welt von Fye und Prinz Vaan und ihrer Geschichte teilhaben lassen wird. Ich bin gespannt, mit was für großartigen Werken uns die Autorin noch entzücken wird.


4 von 5 Sternen. 

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