Samstag, 27. August 2016

Rezension: Harry Potter und der Stein der Weisen

Autor: J. K. Rowling
Herausgeber/Verlag: Carlsen
Preis: 8,99€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 336 Seiten





"Der Junge, der überlebt hat."


Eigentlich hatte Harry geglaubt, er sei ein ganz normaler Junge. Zumindest bis zu seinem elften Geburtstag. Da erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll. Und warum? Weil Harry ein Zauberer ist. Und so wird für Harry das erste Jahr in der Schule das spannendste, aufregendste und lustigste in seinem Leben. Er stürzt von einem Abenteuer in die nächste ungeheuerliche Geschichte, muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass er schon Freunde gefunden hat, die ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen.





Ich glaube zum Inhalt muss ich nicht mehr viel sagen, oder? Jeder kennt die Geschichte rund um Harry Potter und seine Abenteuer, aber dennoch möchte ich hier kurz darlegen, was ich von dem ganzen halten und wie mir das erste Buch gefallen hat, auch wenn ich weiß, dass es wahrscheinlich mehrere tausend Rezensionen gibt und meine wohl kaum herausstechen wird.

Harry wächst bei seiner Tante und seinem Onkel auf. Die ihn hassen. Seine Eltern sind bei dem Versuch ihn zu retten gestorben. Er ist allein. Hat keiner Freunde und eine Familie, die ihn nicht besonders mag. Sein Leben ist nicht leicht, aber zu dem Zeitpunkt weiß er ja auch noch nicht, dass es noch viel schwerer wird. Sein Cousin Dudley und seine Freunde sind nicht gerade nett zu ihm und Aufmerksamkeit wird ihm nur in dem Maße zu Teil, dass er nicht verhungert und sich angemessen benimmt: unauffällig, still und leise. Ich finde es erstaunlich, wie normal er dabei geblieben ist. In vielen Büchern werden solche vernachlässigten Kinder zynisch oder rebellieren auf ihre Art und Weise. Aber Harry nicht, er verhält sich unauffällig, als wüsste er (was er natürlich nicht tut), dass sich sein Leben an seinem 11. Geburtstag ändern würde. Nur 11 Jahre muss er durchhalten, was, meiner Meinung nach, aber immer noch 11 Jahre zu viel bei den Dursleys sind.

Doch dann: BUMM! Er erfährt, dass er ein Zauberer ist. Und nicht irgendeiner. Der Sohn zweier begnadeter Zauberer und noch dazu der Junge, den Lord Voldemord nicht umbringen konnte. Diese Tatsache zieht sich durch das gesamt Buch und auch durch die nächsten Teile, man könnte ihn als den roten Faden bezeichnen. Harry geht nach Hogwarts, einer Schule für Hexerei und Zauberei und hat endlich etwas, dass einem Leben einen Sinn gibt. Endlich fühlt er sich dazugehörig, was nicht nur daher kommt, dass er nun endlich weiß, wer er ist, sondern auch an den Freunden, die er findet.

Dumbledore und Professor McConagall sind zwar die ersten Personen auf der Zauberwelt, die man im Buch trifft, und die zwei sind mir wirklich von Anfang an sympathisch, aber Hagrid ist der erste Charakter, aus der Zauberwelt, denn Harry kennenlernt. Er ist groß, sehr groß und musste die Zauberschule frühzeitig verlassen, aber er ist sehr leibenswürdig und einer der gutherzigsten Menschen, die mir in den Büchern begegnet sind. Er hat ein weiches Herz und ich habe ihn sofort ins Herz geschlossen, so chaotisch, wie er ist.

Zudem kommt nicht sehr viel später auch noch Ron hinzu, Harrys erster richtiger Freund, mit dem er sich auf der Zugfahr nach Hogwarts anfreundet. Ron ist tollpatschig und man merkt schnell, dass er das zaubern noch ein bisschen üben muss, aber das heißt nicht, dass er schlecht ist, im vergleich zu Hermine sind alle nur Durchschnitt. Sie ist die kleine Streberin und es dauert eine Weile, bis sie Harry und Ron ein eingespieltes Team sind, aber spätestens nach dem Vorfall auf der Mädchentoilette, kann sie nichts mehr trennen.

Harrys erstes Schuljahr ist der Beginn etwas Großes. Er lernt neue Leute kennen, findet Freunde und lernt im Unterricht Dinge, die hm später mehr als nur nützlich sein werden. Aber was wäre das Buch ohne etwas Aufregung? Harry ist schließlich berühmt und jeder kennt seinen Name, nur weiß er das bis zu jenem Augenblick nicht, an dem er die Winkelgasse betritt. Jeder weiß wer er ist und kennt seine Geschichte. Für ihn ist es völlig neu so im Mittelpunkt zu stehen und das wird sich auch nicht groß ändern. Die Geschichte rund um den Stein der Weisen nahm mich mit auf eine Reise in eine unbekannte Welt, die ich nur zu gern weiter entdecken möchte.

Der Schreibstil der Autorin trägt natürlich dazu bei, dass man das Buch mag. Er ist einfach und sehr leicht. Den ersten band habe ich in zwei Tagen verschlungen, aber das ist natürlich nicht alles. Die Geschichte begeistert, die Charaktere und wie alles miteinander verwoben und verbunden ist. Vieles erfährt man erst in den nachfolgenden Bänden, aber der erste Teil ist für mich immer der tollste, zumindest meistens. Hier wird man in die Welt eingeführt, in der die Geschichte spielt, lernt sie kennen und erlebt zusammen mit den Protagonisten die Abenteuer. Und ich kann euch sagen: Es wird nie langweilig.

Ich finde das Buch einfach großartig. Es ist zwar ein Kinderbuch, aber ich glaube, dass es Menschen jedes Alters begeistern kann. Es entführt einen in eine völlig neue Welt, die so vielseitig ist, dass an jeder Ecke etwas neues auf einen wartet. Und wer, der das Buch gelesen hat, hat nicht schon einmal davon geträumt einen Brief im Briefkaste vorzufinden, der einem mitteilt, dass man an der Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen wurde?

Ich vergebe strahlende 5 von 5 Zauberstäbe für dieses Buch.

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