Mittwoch, 31. August 2016

Rezension: Helden des Olymp - Das Haus des Hades

Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Preis: 12,99€ [ebook], 18,99 [Hardcover]
Buchlänge: 624 Seiten


Percy und Annabeth haben es mit ihren Freunden auf ihrem Schiff, der Argo II, bis nach Rom geschafft. Doch nun steht alles auf dem Spiel: Die Erdgöttin Gaia und ihre Armee aus Riesen können sie nur aufhalten, wenn sie die Tore des Todes von beiden Seiten gleichzeitig verschließen.

Gut, dass Percy und Annabeth ohnehin durch einen Felsschlund in die Unterwelt gestürzt sind, da können sie gleich auf die Suche danach gehen. Werden sie es rechtzeitig schaffen und den Untergang des Olymps verhindern?

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Band 4 beginnt genau dort, wo Band 3 aufhört. Percy und Annabeth stürzen noch immer in den Tartarus und müssen sich auf den Weg zu den Toren des Todes machen und ihre Freunde auf der Argo II segeln Richtung Griechenland. Und was soll ich sagen? Beides ist nicht nur von Erfolg gekrönt. Könnte das eine Reise durch den Tartarus je sein? Der Abgrund vor dem sie im ersten Percy Jackson Band noch voller Ehrfurcht standen hat sie verschluckt und nun müssen sie überleben während sie eine Reise auf sich nehmen, die Gefahren bereit hält mit denen nicht viele fertig geworden wären. Aber Annabeth und Percy sind schließlich ein eingespieltes Team und sehr erfahren. Was habe die zwei nicht schon miteinander erlebt!? Außerdem kriegen sie unverhofft Hilfe von Bob. Einem Titanen. Und ein netter Titan ist nicht das einzig kuriose auf ihrer Reise. Zusammenhalt ist erforderlich. Ängste müssen ausgestanden werden, aber auch mit neuen müssen sie umgehen können, die sie noch eine Weile begleiten werden.

Und die anderen? Krisen über Probleme über Zeitdruck warten auf sie und machen ihnen ihren Weg so beschwerlich, wie es nur geht. Sehr gelungen finde ich, wie Hazel und Frank und Leo in diesem Buch in den Vordergrund rücken. Hazel muss lernen den Nebel zu beherrschen, eine schwierige Aufgabe, die ihr von einer Göttin gestellt wurde, deren Hilfe sie nur bekommen, wenn sie es schafft. Sie steht also unter gewaltigem Druck. Aber auch Frank hat seine Probleme. In seinem Kopf streiten sich Ares und Mars, die zwei Erscheinungsformen seines Vaters, unaufhörlich, was es ihm schwer macht sich auf etwas zu konzentrieren. Aber dann kommt der Moment in dem er seine Brücke verteidigen muss. Wird er es schaffen? Piper und Jason treten etwas in den Hintergrund und überlassen ihren anderen Teamkollegen das Feld. Aber sie sind immer präsent. Kein Teammitglied ist unwichtig. Auch wenn Leo sich manchmal so vorkommt. Auf ihn wartet eine ganz besondere Erfahrung, die ihm zwar einiges an Nerven kostet, ihn aber menschlich sehr weiterbringt.

Besonders toll finde ich an diesem Band, dass Nebenfiguren, wie Reyna und Nico di Angelo mit eingebunden werden. Und das natürlich nicht ohne Sinn. Nico wird vorübergehendes Mitglied der Besatzung der Argo II. Es wird einiges über ihn bekannt, mit dem ich persönlich nicht gerechnet habe und man versteht gegen Ende besser, warum er immer so verschlossen ist und so eine Bitterkeit ausstrahlt. Ich hoffe sehr, dass Rick den Charakter Nico weiterhin fest in seine Handlung mit einplant und er auch einmal mehr wird, als eine bloße Nebenfigur. Reyna und Trainer Hedge kommen an Ende vor allem noch einmal zur Geltung, als ihnen, und Nico, eine ebenso wichtige Aufgabe übertragen wird, wie die Riesen in Griechenland zu besiegen. Was, möchte ich euch jedoch nicht verraten. Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Band mit den drei weitergeht.

Die Reise der Argo II und seiner Besatzung nach Epirus, zum Haus des Hades. Percys und Annebeths Wanderung durch den Tartarus mit all seinen Tücken und Gefahren. Und die Weiterentwicklung jedes einzelnen Charakters macht dieses Buch genauso lesenswert, wie seine Vorgänger, wenn nicht noch mehr. Das Abenteuer geht weiter. Action wartet nicht zu wenig auf einen, aber auch das eigene Gehirn wird gefordert, denn vieles bleibt bis zu seiner Auflösung gut verborgen und im Unklaren. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite.

Sehr empfehlenswert.

Ich vergebe 5 von 5 Tonperlen (wer Percy Jackson gelesen hat weiß, was ich damit meine. Schade nur, dass mir die Idee erst jetzt gekommen ist.)


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