Dienstag, 13. September 2016

Rezension: Helden des Olymp - Das Blut des Olymp

Autor: Rick Riordan
Verlag: Calsen
Preis: 18,99€ [Hardcover]; 16,99€ [Ebook]
uchlänge: 528 Seiten



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Fünf Bücher lang habe ich mitgefiebert. Tausende Seiten verschlungen. Um eine Geschichte zu erleben, die mich, wie viele andere Leser wahrscheinlich auch, gefesselt hat. Ich habe gelacht, gelesen bis meine Augen wehtaten und melancholisch geworden an manch einer Stellen. Die Reise und die Zeit, die die sieben Halbgötter und ihre Freunde hinter sich gebracht haben, hat mich mehr als nur unterhalten. Und genau diese Reise hat ihren Höhepunkt und ihren Abschluss in diesem Buch gefunden. „Helden des Olymp – Das Blut des Olymp“ hat mich noch einmal mitgerissen, mich in eine andere Welt entführt, die unserer zwar ähnlich ist, aber sehr viel mehr Gefahren und Special Effekts aufweist.

Die Sieben treten den letzten Teil ihrer Reise an. Sie reisen mit der Argo II nach Griechenland, Athen, und halten zwischendurch noch an der ein oder anderen Haltestelle. Unter anderem, weil sie noch ein paar Informationen benötigen. Andererseits aber auch, weil sie ein sagenumwobenes Heilmittel brauchen, dass sogar Menschen von den Toten zurückholen kann, wenn es direkt nach den Tod eingenommen wird. Klingt nicht sehr gut, wenn man ein solches Mittel braucht, oder? Es müssen Opfer gebracht werden und ganz besonders ein Opfer ging mir sehr ans Herz. Gen Ende wird sehr gut verdeutlicht, dass manche Opfer einfach gebracht werden müssen und es nun mal keinen anderen Weg gibt.
Werden sie es schaffen? Und können sie mit Hilfe der Götter, ihrer Eltern, die Riesen besiegen? Und Gaia am Erwachen hindern?

Das ist die eine Seite der Geschichte, aber das ist nicht alles. Wir erfahren gleichzeitig, wie es mit Reyna, Nico und Trainer Hedge weitergeht, die die Athena Parthenos nach Camp Half Blood bringen wollen und müssen, um einen Krieg zwischen Griechen und Römern zu verhindern. Auch sie haben es mit mächtigen Feinden zu tun. Aber auch mit Freunden, die ihnen zur Seite stehen.

Wenn man den ersten und den letzten Band vergleicht wird einem erst einmal so richtig bewusst, was jeder einzelne, nicht nur die Sieben, alles durchgemacht und sich dadurch verändert haben. Sie haben sich weiterentwickelt, der ein oder andere eine andere Sichtweise der Dinge erlangt und haben ihre Stärken gefestigt und ihre Schwächen und Ängste kennen und kontrollieren gelernt. Ich kann mich in jeden Charakter sehr gut hineinversetzen, da ich jede Sichtweise in mindestens einem der Bücher kennengelernt habe. Und das kann ich in dieser Intensität nicht von vielen Büchern sagen.

Und ich weiß nicht, warum das so ist, nur das es in all diesen fünf Bänden immer so etwas wie zwei Finale gab. Das war im ersten Band so, im zweiten und hat sich bis zu diesem hier durchgezogen. Es sind immer zwei Schlachten zu schlagen, zwei schwierige Situationen zu meistern. Und ich finde es toll, wie Rick es in jedem einzelnen Buch so hingekriegt hat, dass man nicht das Gefühl hatte, dass die Spannung sich nach eine großen Höhepunkt entladen hat, sondern der Leser dadurch erst so richtig aufgeladen wurde. Ich für meinen Teil konnte das Buch auf den letzten hundert Seiten überhaupt nicht mehr aus der Hand legen und habe sie an einem Nachmittag durchgelesen. Sein flüssiger Schreibstil hat natürlich auch wesentlich dazu beigetragen.

Rick schafft es jeden einzelnen Charakter auf seine ganz eigene Weise hervorzuheben. Am Anfang denkt man 7 Halbgötter und ihre Freunde, zwei verschiedene Welten (griechisch und römisch) mit noch mehr Menschen, da muss man doch durcheinander kommen, aber so ist es nicht. Ich finde mich nun schon seit Jahren super in seinen Büchern zurecht und habe noch so gut wie keinen Person mit einer anderen verwechselt.

Dieser abschließende Band der Reihe rund um die Weissagung der Sieben bietet noch einmal alles, was nötig ist, um aus ihm ein rundum gelungenes, sowie aufregendes und mitreißendes Buch zu machen. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, ihre nächsten Schritte verfolgt, teils gespannt, teils skeptisch. Aber immer mit der einen großen Hoffnung, dass am Ende alles gut ausgehen würde. Und was soll ich sagen? Das Ende war einfach phänomenal. Episch. Spitzenklassen!

Ich vergebe mehr als verdiente 5 von 5 Schwerter für dieses Buch.

PS. Das Cover ist übrigens mein liebstes aus der ganzen Reihe.

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