Mittwoch, 7. September 2016

Rezension: Percy Jackson - Die letzte Göttin





Autor: Rick Riordan
Herausgeber/Verlag: Carlsen
Preis: eBook – 9,99€; Buch [Hardcover] – 16,90€
Buchlänge: 512 Seiten

Klappentext:

Jetzt sind Percy und seine Freunde gefragt: Ihr Todfeind Kronos holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Olymp zu, mitten ins Herz von New York - dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen!
Gemeinsam mit den Jägerinnen der Artemis und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute, den Sitz der Götter zu verteidigen, aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen.
Gut, dass wenigstens eine Göttin im Olymp zurückgeblieben ist ...


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Es ist endlich soweit, Percy erfährt, und somit auch wir Leser, was es mit der sagenumwobenen Weissagung auf sich hat. Toll, wäre da nicht diese winzige Kleinigkeit, von wegen “seine Seele wird von verfluchter Klinge gefällt“. Nicht so toll, aber Percy wäre nicht Percy, wenn er sich vor dieser schweren Aufgabe Kronos aufzuhalten drücken würde. Und er hat schließlich kluge und starke Freunde an seiner Seite.
Die Schlacht steht bevor und die Griechen fahren alle Geschütze auf, die sie haben. Die Jägerinnen der Artemis, natürlich alle Halbgötter aus Camp half Blood und die Partyponys (wenn ihr wissen wollt, was es mit all diesen Sachen auf sich hat, müsst ihr leider die vorherigen Bände lesen, denn ich werde das jetzt bestimmt nicht erklären und euch somit spoilern). Aber auch von einer anderen Seite bekommen sie unerwartet Unterstützung, da Nico im letzten Band seine Gefühle und seinen Hass unter Kontrolle bringen konnte (äußerlich zumindest) und seinen Vater, den Herrn der Toten, Hades höchst persönlich, ziemlich zusetzt (auf positive Art und Weise – zumindest für den Ausgang des Buches).
Die Götter haben währenddessen das Problem gegen einen mächtigen Gegner kämpfen zu müssen und nur Hestia, die Göttin des Heimes und des Herdfeuers, ist da, um den Halbgöttern zur Seite zu stehen und ihnen mit ihren Ratschlägen zu helfen.
Wirklich positiv war das einbeziehen sehr vieler Figuren, die in vorherigen Büchern bereits eingeführt wurden und nun eine entscheidende Rolle spielten. Dabei spreche ich nicht nur vor Nico, sondern auch von Rachel Dare, die besonders am Ende des Buches noch einmal hervorgehoben wird, aber auch ihr Leben riskiert um Percy eine wichtige Nachricht zu überbringen.
Action steht natürlich in diesem Band besonders im Vordergrund, aber es ist auf keinen Fall blutrünstig. Es ist sehr vielfältig und das nicht nur im Bezug auf die Auswahl von Monstern. Es müssen viele Entscheidungen getroffen werden, die nicht leicht sind, aber besonders eine hat es in sich. Ich war sehr gepackt und gefesselt und auch traurig, als eine meiner Lieblingsfiguren sein Ende gefunden hat (Wer verrate ich natürlich nicht und es meinen Rezensionen ist nicht einsehbar, wer es ist).
Was ich bei dem letzten Band bemängelt habe – das die zwei Figuren Percy und Annabeth keine ausreichende Entwicklung während der Handlung vollzogen habe – war bei diesem Band definitiv der Fall. Percy bekommt ganz zu Beginn des Buches gesagt, dass er wahrscheinlich sterben wird – Weissagungen kann niemand wirklich vollkommen sicher deuten. Und Annabeth kann eine Entscheidung treffen, die sie ohne ausreichende Entwicklung gar nicht hätte treffen können! Allgemein bildet dieser Band den Abschluss der Reihe und viele Handlungsstränge finden hier ihr Ende, aber auch einige wenige finden hier ihren Anfang. Das Ende ist zwar ein Ende im eigentlichen Sinne: die Handlung der letzten vier Bücher, die Geschichte rund um Luke und Kronos und den Versuch sie aufzuhalten wird beendet, aber Rick Riordan wäre kein Autor von mehrteiligen Reihen, wenn er nicht gleichzeitig den Grundstein für eine andere potenzielle weitere Geschichte schaffen würde. So lässt das Ende Spekulationen übrig, die einen neugierig machen.

Die Percy-Jackson-Bücher sind ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man Mythologie spannend verpacken und viele Leser dafür begeistern kann.

Ein würdiger Abschluss für den ich 5 von 5 Schwertern vergebe.

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