Sonntag, 2. Oktober 2016

Rezension: Ein Käfig aus Rache und Blut

Autor: Laura Labas
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 12,90€ [Softcover]; 3,99€ [ebook]

Buchlänge: ca. 320 Seiten

»Mein Körper sehnte sich nach Tod und Verwüstung. Ich ließ ihn gewähren.«

Nach dem grausamen Mord an ihrer Familie wird Alison Talbot von ihrer Tante zur Jägerin ausgebildet. Von nun an streift sie durch die Rayons und tötet Dämonen, die die Erde erobert und zerstört haben. Allein der Wunsch nach Vergeltung treibt sie an.

Eines nachts wird sie von Dämonen entführt und zu Dorian Ascia gebracht, König einer der 21 Dämonenstädte, der ihr ein einzigartiges Training anbietet. Obwohl Alison ihm misstraut, nimmt sie das Angebot an. Fortan wird sie von dem Dämon Gareth trainiert, der sie nicht nur in den Wahnsinn treibt, sondern sie auch an ihrem Weltbild zweifeln lässt. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto schwerer fällt es ihr, sich zwischen Rache und längst verloren geglaubten Gefühlen zu entscheiden.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nachdem sie ihre Familie auf grausame Art und Weise verloren hat, ist Alisons Herz nur noch von einem Verlangen erfüllt: Rache. Und sie ist bereits vieles zu tun, um diese auch zu bekommen. Deshalb, und nur deshalb, lässt sie sich auch auf einen Deal mit einem Dämon ein. Dorian Asica verspricht ihr, bei der Suche nach den Mördern ihrer Eltern zu helfen, und dafür soll Alison mit einem Team ein paar Dämonen umbringen. Zur Ausbildung wird sie in eine Art „Camp“ gebracht und selbst wenn sie sich anfangs dagegen gesträubt hat, fügt sie sich. Wäre alles nur halb so schlimm, wenn da nicht Gereth wäre. Ein Königdämon, der sie trainiert und ihr, gezwungener Maßen, immer wieder sein Blut zu Heilung geben muss. Wenn das mal keine Folgen hat... Jedenfalls verbingt Alison nun ziemlich viel Zeit mit Dämonen und schon bald muss sie, leider, einsehen, dass nicht jeder Dämon so ist, wie die, die ihre Familie getötet haben.

Die Idee der Geschichte und ihr Verlauf haben mir wirklich gut gefallen. Man erfährt bereits in den Anfangskapiteln, wie die Dämonen in das Weltbild passen und wie sie auf der Erde gelandet sind. Außerdem wird gleich zu Anfang deutlich, dass Alsion sehr selbstbewusst, stark und einen außergewöhnlichen Eigenwillen besitze. Sie möchte unbedingt die Mörder ihrer Familie finden und schreckt dafür vor nichts zurück. Sie möchte sie finden und dann vernichten. Aber Alison ist keineswegs blind vor Rache. Sie weiß, dass es schwierig werden wird, denn Königdämonen sind Menschen weit überlegen . Sie ist klug und weiß, wann sie keines Chance hat, aber genau diese Einsicht gepaart mit ihrem Kampfgeist, machen sie mir sympathisch.

Dieses Buch ist keins dieser Seichten, Gewaltlosen, die mich irgendwann nur noch langweilen. Hier wir gekämpft, es fließt Blut und das alles ohne, dass es zu blutrünstig wirkt. Das gefällt mir besonders an diesem Buch und war auch das, was ich, seit ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, erwartet habe. Alison mag ich schon einmal. Aber was wäre diese Geschichte ohne einen Mann, der den Bad Boy vom Dienst spielt? So jemand durfte natürlich nicht fehlen und diese Rolle übernimmt Gereth. Etwas klischeehaft, da er sie zu Anfang, und sie ihn ebenfalls, nicht leiden kann und sie sich, unvermeidlich, im laufe der Geschichte näher kommen.

Aber dieses Klischee hat mich nicht weiter gestört, was es dafür tat, war der Schreibstil der Autorin, mit ich am Anfang überhaupt nicht gut zurecht gekommen bin, ich Verlauf der Geschichte wurde es zwar besser, aber es hat dennoch ein wenig mein Leseerlebnis beeinflusst. Das macht mich ein bisschen traurig. Und auch der Spannungsaufbau machte mir zu schaffen. Ich hatte das Gefühl, dass an manchen Stellen ein Hoch nach dem nächsten kam und dadurch wollte stellenweise einfach keine bei mir aufkommen.

Nichtsdestotrotz ein gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe, dessen zweiten Band dich kaum erwarten kann. Die Grundidee begeistert mich, die Charaktere finde ich toll und auch wenn das Buch einige Mängel hat, war es für mich lesenswert und ich habe es nicht bereut ihm meine Zeit gewidmet zu haben.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sterne für dieses Buch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen