Dienstag, 1. November 2016

Rezension: Die Schattenkriegerhexe

Autor: J. T. Sabo
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 3,99€ [Ebook], 12,00€ [Softcover]
Buchlänge: 200 Seiten


Was, wenn man zu dem werden muss, was man hasst, um die zu retten, die man liebt?

Innerhalb kürzester Zeit fallen mehrere Hexen Vampirangriffen zum Opfer. Die Schattenkriegerhexe Jowna begibt sich auf die Jagd nach den Tätern, dabei macht sie eine erschreckende Entdeckung. Den Vampiren ist es gelungen, aus den Hexen Hybriden zu erschaffen, deren magische Kräfte sich nach der Wandlung um ein Vielfaches verstärken. Jowna erhält unerwartet Hilfe von dem charismatischen Jäger Connlan. Vom ersten Moment an funkt es heftig zwischen ihnen, doch er verbirgt etwas vor ihr. Dann entpuppt sich ausgerechnet Connlans Geheimnis als Schlüssel zum Erfolg gegen die übermächtigen Hybriden.

Und plötzlich steht Jowna vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens.

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Der Einstieg in dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wird nicht lange um den heißen Brei geredet, sondern man taucht gleich in die Handlung ein. Beginnen tut das Buch mit einer Szene von 1865, bevor die weitere Handlung der Geschichte 2015, also in unserer heutige Zwei spielt. Das etwas besondere an diesem Buch ist, dass es quasi keine Kapitel gibt. Es gibt den Abschnitt, der 1865 spielt, den, der 2015 spielt, dass ist die Haupthandlung und ganz am Ende noch eine Szene, die vier Jahre später, also 2019 spielt. Ich habe ein Weilchen gebraucht, bis es mir aufgefallen ist, aber im Großen und Ganzen hat mich das nicht gestört, denn die einzelnen Szenen waren meistens nicht sehr lang und wurden immer durch ein kleinen Sternchen voneinander getrennt, wodurch das Buch gut strukturiert ist.

Das ist aber gleichzeitig auch mein erster Kritikpunkt, der jedoch auch meine Hauptkritikpunkt ist. Die länge der Szene ist manchmal wirklich etwas kurz. Kaum liest man eine Seite, ist sie auch schon wieder vorbei. Natürlich gibt es auch längere Szenen, aber kaum hatte ich mich in die Szene gelesen und mir ein Bild vor meinen Augen aufgebaut, war sie auch schon wieder zu Ende und der Schauplatz wurde gewechselt. In manchen Szenen hätte ich gerne einfach noch etwas mehr erfahren, aber leider habe ich mir schon gedacht, dass die Beschreibungen nicht soo ausführlich sein würden, denn das Buch ist ja gerade einmal 200 Seiten lang.
Aber ich muss auch sagen, dass das auch mit mein einziger Kritikpunkt ist, außer, dass ich noch anmerken möchte, dass die Handlung ziemlich schnell voranschreitet und ich mir an manchen Stellen einfach gewünscht hätte, dass der Leser einfach einmal Luftholen kann. Ein Ereignis jagt das nächste.

Alles in Allem hat mir die Handlung jedoch gut gefallen. Ich habe mich nicht überfordert gefühlt beim Lesen oder den Drang eine Stelle noch einmal zu lesen, weil ich nicht alles mitbekommen habe. Auch der Wechsel zwischen Jownas und Connlans Perspektive hat mir sehr gut gefallen, da man so einen schönen Einblick in ihrer beiden Sichtweisen bekommt und die Charaktere noch besser versteht und sich in sie hineinversetzen kann. Wobei man deutlich mehr über Connlan und seine Vergangenheit erfährt, als über Jowna. Das hätte vielleicht noch etwas ausgeglichen werden können, denn ich hätte gerne noch etwas über sie und vielleicht auch über ihre Familie und ihr Verhältnis zu ihrem Vater erfahren. Mir sind diese beiden Charaktere schnell ans Herz gewachsen und man merkt als Leser sofort, dass zwischen ihnen eine gewisse Anziehungskraft besteht. Aber auch die Nebenfiguren haben mir sehr gut gefallen, wie beispielsweise Jownas Onkel Li oder Connlans bester Freund Dennis.



"Die Schattenkriegerhexe" kann durch einen flüssigen Schreibstil, sowie einer gelungenen Umsetzung der Grundidee überzeugen. Die Geschichte schreitete zügig voran, wodurch jedoch die ein oder andere Hintergrundinformation verloren gegangen ist. Alles in allem tut das dem Leseerlebnis jedoch keinen Abriss und das Buch und seine Geschichte sorgen für ein paar schöne Lesestunden.

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