Mittwoch, 23. November 2016

Rezension: Harry Potter und der Halbblutprinz

Autorin: J. K. Rowling
Verlag: Carlsen
Preis: 11,99€ [Taschenbuch]; 23,99€ [Hardcover]
Buchlänge: 656 Seiten


Seit Voldemort, der gefährlichste schwarze Magier aller Zeiten, zurückgekehrt ist, herrschen Aufruhr und Gewalt in der magischen Welt. Als Harry Potter und seine Freunde Ron und Hermine zu ihrem sechsten Schuljahr nach Hogwarts kommen, gelten strengste Sicherheitsmaßnahmen in der Zauberschule. Dumbledore will seine Schützlinge vor dem Zugriff des Bösen bewahren. Um Harry zu wappnen, erforscht er mit ihm die Geschichte des Dunklen Lords. Ob auch Harrys Zaubertrankbuch, das früher einem »Halbblutprinzen« gehörte, ihm helfen kann? Nur ein Detail fehlt, das Harry finden muss, dann liegt das Geheimnis um Voldemort offen. Dumbledore führt ihn, doch im alles entscheidenden Moment ist der Halbblutprinz zur Stelle und zeigt sein wahres Gesicht.

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Der vorletzte Band der Reihe. Es fällt mir unglaublich schwer meine Einschätzung zu diesem Band abzugeben, weil ich einfach nicht weiß, wo ich beginnen soll. Es ist großartig auch dieses Schuljahr nach Hogwarts zurückzukehren, aber dieses Mal ist die Handlung wesentlich düsterer und ließ mich am Ende mit Unglauben und Bestürzung zurück. Harry wird von Dumbledore in Voldemorts Vergangenheit unterrichtet, Wozu das gut seien soll? Voldemorts Vergangenheit ist der Schlüssel, um ihn zu besiegen. Und diese Vergangenheit hat es in sich, denn schon als Kind war Tom Riddle alles andere als normal. Aber an dieser Stelle möchte ich nicht weiter ins Detail gehen.

Der Schreibstil von J. K. Rowling ist wie gewohnt gut und hilft ungemein schnell durch das Buch zu kommen. Sie findet immer den richtigen Grad zwischen zu viel und zu wenig Beschreibungen. Das Mittelmaß. Ich war gefesselt von den Seiten und wollte nur immer weiter und weiter in die Welt rund um Hogwarts, London und Magie abtauchen. Mich fasziniert diese Welt immer noch wie am ersten Tag und ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwann einmal anders sein könnte.

Und auch in diesem Teil erwarten und neue Figuren. Speziell eine, die für den weiteren Handlungsverlauf wichtig ist. Horace Slughorn wird der neue Lehrer für Zaubertränke. Und wer sich jetzt sofort fragt: "War das sonst nicht immer Snape?" kennt sich wirklich gut aus. Aber Snape bekommt in diesem Band tatsächlich seine begehrte Stelle als Lehrer in "Verteidigung gegen die dunklen Künste". Eine großartige Figur, auch wenn er mir manchmal ein bisschen auf die Nrven ging, aber an sich sehr gut durchdacht und vor allem die Geschichte mit dem Fisch fand ich sehr berührend.

Aber auch Charaktere, die schon seit Anfang dabei sind können einen in ihrer Entwicklung immer noch überraschen. Draco Malfoy spielt in diesem Band auch eine wichtige Rolle. Er kommt vielleicht nicht so oft vor, aber das heißt nicht, dass er nichts plant, denn schon in den ersten paar Kapiteln erfährt man, dass die Verbündeten des Dunklen Lords etwas planen. Und was das ist erfährt man im Laufe und am Ende des Buches. Aber Snape ist es wohl, der am Ende alles überrascht. Den Hass, den Harry in dem Moment gegen ihn verspürt, kann ich nur zu gut nachvollziehen. Ich war geschockt und wollte nicht glauben, dass er es wirklich getan hat.

In diesem Band finde ich unglaublich toll, was Harry alles erfährt. Durch das Zaubertrankbuch des Halbblutprinzen, aber auch über Tom Riddles Vergangenheit. Es ist alles ein unglaublich toller sechster Band und hat mir sehr viel Vorfreude auf den letzten Band gemacht.

Ich vergebe 4,8 von 5 Zauberstäbe.

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