Samstag, 5. November 2016

Rezension: Im Herzen ein Schneeleopard

Autor:
Verlag: Carlsen (Impress)
Preis: 3,99€
Buchlänge: 250 Seiten


**Folge den Spuren der Schneeleoparden…**

Die 18-jährige Emma führt ein ganz normales Kleinstadtleben. Seit ihrem Schulabschluss spart sie auf ein Architektur-Studium und in ihrer Freizeit widmet sie sich, inspiriert von ihren lebhaften Träumen, der Kunst. Doch mit der Normalität ist es vorbei, als Nate in ihr Leben tritt. Schon bei ihrer ersten Begegnung hat sie das Gefühl, dass mit dem jungen Solters-Erben etwas nicht stimmt. Aber ihm aus dem Weg zu gehen, ist leichter gesagt als getan. Mit seinen markanten Gesichtszügen, den vollen Lippen und dem muskulösen Körper zieht er Emma immer wieder in seinen Bann. Als Nate sie bittet, das Interieur seiner Villa neuzugestalten, kann sie einfach nicht widerstehen. Aber je näher sie ihm kommt, desto bedrohlicher werden plötzlich ihre Träume…
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"Im Herzen ein Schneeleopard" hatte mich von der ersten Sekunde fest im Griff. Ich wollte meinen eReader gar nicht mehr aus der Hand legen, so sehr wollte ich wissen, wie es mit Emma und Nate weitergeht. Erst einmal erfährt man jedoch etwas zu Emma und ihrer derzeitigen Situation. Sie lebt bei ihrer Oma, da ihre Mutter in der Welt herumreisen will und sie ihren Vater noch nicht einmal kennt. Das Haus in dem sie leben ist ziemlich renovierungsbedürftig und weil sie leider nicht so viele Rücklagen haben, kann Emma nicht studieren und muss sich erst einmal Geld zusammensparen.

Das sie Architektur studieren möchte, machte sie mir vom ersten Moment an sehr sympathisch, da ich das auch am liebsten machen würde und auch, dass sie hart dafür arbeitet, um ihren Traum zu erfüllen. Sie hat diesen Traum, aber sie ist auch realistisch genug, um einzusehen, dass es zu ihrem Bedauern noch ein Weilchen dauern kann, bis sie sich den erfüllen kann. Wie gut, dass auf einmal Nate aufkreuzt, der die Villa seines Opas renovieren will und aus diesem Grund in die Stadt kommt.

Er bietet Emma einen Job als seine Innenarchitektin an, als er sieht, wie begabt Emma ist. Er ist der junge, selbstbewusste junge Mann in dieser Geschichte zwischen dem und Emma es beinahe sofort zu knistern scheint. Oder was sollen das für Blitze sonst sein, die immer in dem Moment durch sie zucken, wenn sie Nate berührt. Er ist geheimnisvoll und anfangs auch sehr undurchsichtig. Das legt sich zwar mit der Zeit etwas, aber man wird das Gefühl nicht los, dass er etwas verbirgt. Und was dahintersteckt und was das Ganze mit Emma zu tun hat erfährt der Leser indem er Stück für Stück in die Geschichte eintaucht.

Aber vor allem einige Nebencharakter sind mir genauso sympathisch, wie die Hauptcharaktere. Emmas bester Freund und Nate Freunde, die im Laufe der Geschichte auftauchen und, glaube ich zumindest, noch eine wichtige Roll im weiteren Verlauf der Geschichte spielen werden. Ein Charakter macht jedoch eine Wandlung durch, die mich etwas stutzig gemacht hat und mich mich fragen lässt, was sie wohl weiß und was ihr Geheimnis ist.

Die Geschichte lässt uns viel zeit die einzelnen Charaktere Stück für Stück kennen zu lernen und wird vor allem durch Emmas einzelne Traumsequenzen spannend. Was hat es mir ihnen auf sich? Diese Frage habe ich mir nicht nur einmal gestellt.

Aber abgesehen davon entwickelt sich die Handlung ziemlich langsam. Es ist schön, dass die Beziehungen zwischen den Charakteren sich in einer natürlichen Geschwindigkeit entwickeln, aber ansonsten war die Handlung etwas "seicht" und hätte ruhig noch etwas Tiefgang gebrauchen können.
Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt, denn alles in allem hat mich das Buch sehr gut unterhalten.

Ein gelungener Auftakt, von dessen Folgeteilen ich jedoch noch etwas mehr erwarte.

Für dieses Buch vergebe ich 3,6 von 5 Sternen.



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