Mittwoch, 16. November 2016

Rezension: Schauspieler küssen anders

Autor: Sandra Regnier
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 4,99€ [Ebook], 14,90€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 304 Seiten



Du arbeitest hinter den Kulissen von Hollywood.
Der Star hat nur Augen für dich.
Unmöglich, denkst du.
Unmöglich, denken alle anderen.
Aber was tust du, wenn dein Herz nicht auf dich hören will, weil es sich absolut richtig anfühlt?

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Dieses Buch ist der Beweis dafür, dass der Drachenmond Verlag nicht nur sehr gute Fantasy Bücher in seinem Programm hat. Diesen Liebesroman kennzeichnet vor allem ein super Schreibstil und einer märchenhaften Geschichte, von der ich mich gerne in ein paar entspannte Lesestunden hab entführen lassen.

Die zwei Hauptdarsteller des Buches (haha... einer von beiden ist Schauspieler) sind Lisa und Robert. Sie, eine Setdekorateurin bei seinem neuen Film mit einem unglaublich begabten und geübten Auge, was Einrichtung und Geschmack angeht. Und er, Schauspieler, jung, erfolgreich. Kurzum: Sehr erfolgreich und jedes Frauenherz liegt ihm zu Füßen. Auch das von Lisa und das, obwohl sie sich erst vor einem knappen Jahr von ihren Ehemann hat scheiden lassen.  Seit er sie das erste Mal gesehen hat, bemüht er sich um sie und ist, mit der Zeit, dabei nicht nur erfolgreich (was voraussehbar war) sondern auch unglaublich feinfühlig, aufmerksam und einfach nur süß (obwohl er das ja überhaupt nicht gerne hört und ich an seiner Stelle, würde das genauso sehen).

Aber wirklich das ganze Buch durch? Robert wäre der perfekte Mann, aber zu perfekt ist auch unperfekt. Ich brauche Fehler an einem Charakter, um ihn auch wirklich mögen und als authentisch ansehen zu können. Robert ist zu perfekt. Das einzige Manko an ihm ist wahrscheinlich seine Eifersucht. Mehr als zu einmal wird deutlich, dass er die wirklich an manchen Stellen abstellen sollte.
Und Lisa. Im ganzen betrachtet finde ich sie wirklich toll. Sie hat ihre Fehler, sie ist emotional und physisch noch etwas angeschlagen. Durch die Sichtweise, aus der das Buch geschrieben wurde, erfahrt man natürlich sehr viel über sie und wie es ihn ihr aussieht. Aber ihre Zweifel... Klar würde ich mich an ihrer Stelle auch fragen, was ein so erfolgreicher und junger Schauspieler von mir will, aber irgendwann muss es doch auch einmal in ihrem Kopf angekommen sein.
Dennoch: Mit den Hauptcharakteren bin ich ziemlich zufrieden. Und auch mit den Nebencharakteren Luis und Anabel.

Aber in jeder Geschichte muss es natürlich auch einen "bösen" geben, oder? Dieser findet sich hier in dem "Reptil" wieder, oder wie sie eigentlich heißt: Tracey. Ich mochte sie vom ersten Augenblick an nicht. Aber... Ach nein, dass verrate ich euch nicht.

Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen und vor allem das Ende hat noch einmal einiges an Aufregung gebracht. Es hat mich nur genervt, dass andauernd mit Hinweise auf etwas in Lisas Vergangenheit angedeutet wurde. Aber selbst das kann ich nicht wirklich als Kritikpunkt aufführen, denn für die Fortsetzung muss ja auch noch etwas Stoff da sein.

Das Cover ist okay... Es ist tatsächlich ausschlaggebend dafür gewesen, dass ich mir das Buch etwas genauer angesehen haben auf der Website des Drachenmond Verlag. Gerade weil es nicht in die Sparte passt, in die ich viele der anderen Cover stecken würde. Und ich wollte wissen, was hinter dem Titel steckt, obwohl ich das beim Lesen nicht ganz kapiert habe. 

Was mich an dem Buch stört ist vor allem, dass alles zu perfekt wirkt. Die ganze Handlung und allem voran die Beziehung von Lisa und Robert. Ich hoffe sehr, dass da noch etwas mehr passiert im zweiten Teil und das ich nicht ganz so lange auf ihn warten muss.

Ansonsten finde ich dieses Buch gut gelungen und ich habe es gerne gelesen.

Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

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