Samstag, 31. Dezember 2016

Rezension: Die Märchen von Beedle dem Barden

Autor: J. K. Rowling
Verlag: Carlsen
Preis: 12,99€ [Hardcover]; 6,99€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 112 [Hardcover]; 128 [Taschenbuch]


Welcher ordentliche Zauberer kennt sie nicht: die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat? Jedem Zaubererkind werden sie abends vorgelesen. Nur Harry Potter hätte fast zu spät von ihnen gehört. Fast. Doch dann rettete ein wertvoller Hinweis daraus ihm das Leben – im Kampf gegen Voldemort, dem grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten.
Nun endlich haben auch Muggels die Gelegenheit, fünf der Märchen kennenzulernen. Eine Sternstunde für Potter-Fans. Und für alle, die zauberhafte Geschichten lieben. Mit einem Cover der Harry-Potter-Illustratorin Sabine Wilharm.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Jeder der Harry Potter gelesen hat weiß, was für eine große Rolle besonders eins von Beedles Märchen spielt. Die Rede ist natürlich von dem von den drei Brüdern. Mich hat dieses Märchen schon im Buch und im Film sehr fasziniert und wie dadurch vieles Sinn gemacht hat, finde ich beeindruckend. Aber wer Harry Potter kennt weiß auch, dass dies nicht das einzige Märchen ist, dass Bedle verfasst hat. Es gibt noch unzählige weitere und einige, fünf, um genau zu sein, sind in "Die Märchen von Beedle dem Barden" zusammengefasst, unter ihnen auch "Das Märchen von den drei Brüdern". Aber das ist natürlich nicht alles. Die Mörchen sind schön und ich werde euch gleich noch verraten, welche zu meinen Lieblingen gehören, aber wirklich interessant finde ich die Anmerkungen, die Professor Dumbledore zu jedem Kapitel verfasst hat und einem noch einmal eine ganz andere Sicht auf das Märchen zeigen. 
Professor Dumbledore zeigt einem auf, was einem beim Lesen überhaupt nicht in den Sinn kommt. Wir sehen nur das Märchen, dass dort geschrieben steht, aber wir haben nicht das nötige Hintergrundwissen, um einschätzen zu können, in wie weit diese Märchen tatsächlich wahr sein können. So weist beispielsweise Babbitty Rabbittys Märchen einen Schwachpunkt auf, der mir ohne Dumbledores Anmerkungen vollkommen entgangen ist. 
Mein liebstes Märchen, neben den drei Brüdern, ist "Der Brunnen des wahren Glücks". Vielleicht etwas klischeehaft, da es wirklich eins dieser Märchen ist, in denen am Ende wirklich alles gut und schön und friedlich ist, aber gerade das gefällt mir daran irgendwie. Natürlich sind aber nicht alle Märchen des Buches so. So ist "Des Hexers haariges Herz" alles andere als schön und heiter. Diese Abwechslung finde ich sehr schön. 
Durch die Anmerkungen erfährt man außerdem noch viel mehr über die Geschichte der Zauberei und Hexerei. Und durch zahlreiche Fußnoten habe ich auch wirklich alles verstanden, denn was Zauberern und Hexen allgemein bekannt ist, davon habe ich manchmal noch nie etwas gehört, auch wenn ich alle Harry Potter Bücher mit Begeisterung oft und aufmerksam gelesen habe.
Der Schreibstil ist sehr leicht, was mich nicht wirklich überrascht hat, da es Märchen sind und dort will niemand lange über einen Satz nachdenken, ehe man dessen Grundgedanke verstanden hat.
Alles in allem hat es mir große Freude bereitet "Die Märchen von Beedle dem Barden" zu lesen und einen kleinen Einblick darin zu bekommen, was für Geschichten die Kinder von Zauberern und Hexen zu hören bekommen haben und immer noch zu hören bekommen. Und natürlich sind es nicht nur Geschichten, hinter jeder von ihnen Steckt eine Aussage. In diesem Detail unterscheiden sie sich nicht sehr von unseren Märchen.
Ich vergebe 5 von 5 Sterne für dieses Buch

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen