Dienstag, 20. Dezember 2016

Rezension: SnowFyre. Elfe aus Eis

Autor: Amy Erin Thyndal
Verlag: Dark Diamonds (Carlsen)
Preis: 4,99€
Buchlänge: 370 Seiten


**Wie Feuer und Eis...**

Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat…

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Eine Elfe der ihr Herz gebrochen wurde und ein Elf, der dafür verantwortlich ist. Und ausgerechnet die beiden sollen zusammen den Frühling beschwören. Wenn das nicht mal eine Konflikt- und Gefühlsgeladene Geschichte ergibt. Und ich sollte mit meiner anfänglichen Vermutung recht behalten. Fyre ist eine Winterelfe, der es sehr wichtig ist, dass jeder von ihr nur die starke und kraftvolle Seite kennt. Schon lange gewährt sie niemandem mehr einen Einblick in ihr Innerstes. Doch man merkt schnell, dass Fyre nicht so gefühlskalt ist, wie sie es gerne hätte und nach außen hin wirkt. Und der Mann, der vor Jahren ihr Herz gebrochen hat? Ciel, ein Sommerelf, strahlt Wärme und Sanftheit aus. Er versteht Fyre genauso wenig wie alle andere, obwohl sie doch einmal so ein gutes Verhältnis zueinander hatten. Doch wird das für immer so bleiben? Ihr gemeinsamer Aufenthalt am Sommerpalast wird ihre Gefühle zumindest gehörig durcheinanderbringen.

Das Cover gefällt mir schon einmal sehr, sehr gut. Es hat in mir sofort das Bedürfnis hervorgerufen, dass ich das Buch lesen möchte und das, obwohl ich mich noch nicht einmal darüber informiert hatte, um was es in der Geschichte überhaupt geht. Erst auf den zweiten Blick ist mir die Blüte aufgefallen und ich finde es sehr schön, dass diese nicht nur einfach so gewählt wurde, sondern auch in der Geschichte eine Rolle spielt. Ansonsten bin ich ja schon immer ein Fan von Blau, Weiß und Eis gewesen.

Die Idee, dass der Sommer und der Winter zusammen den Frühling schaffen gefällt mir sehr gut. Ich habe bis jetzt auch noch kein Buch gelesen, in denen so direkt die vier Jahreszeiten aufgegriffen wurden, obwohl es sich hier natürlich auch nur um den Sommer und den Winter handelt. Auch die Schauplätze, die die Autorin geschaffen hat finde ich sehr gelungen. So sind es teils moderne Handlungsorte wie Hochhäuser, Hotels und Städte, aber auch Paläste, die Natur und mitunter auch Höhlen. Besonders gefallen hat mit der Brunnen der Jahreszeiten und der Wald der Toten - sehr faszinierend. Und diesen Spagat zwischen Moderne und Altertum ist ihr auch meistens sehr gut gelungen.

Die Sprache war sehr modern und mündlich, mit an manchen Stellen etwas zu modern, aber sie war auch ein wesentlicher Bestandteil des Buches, der mir dabei geholfen hat Seite um Seite zu lesen. Generell hatte ich das Gefühl sehr gut voran zu kommen, was mitunter auch an der Story lag. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und das, obwohl an manchen Stellen recht wenig passiert ist und ich mir vielleicht einen anderen Handlungsverlauf gewünscht hätte. Leider muss ich hier sagen, dass die Geschichte gen Ende etwas schwächer wurde. Der Spannungsaufbau kam bei mir nicht wirklich an und das Ende wurde mir, ehrlich gesagt, etwas zu schnell abgehandelt. Auch hätten ich es schön gefunden, wenn die Aufgaben, die es gilt um den Frühling zu schaffen, etwas mehr Raum bekommen hätten. Zudem gingen mir Fyre und Ciel in der Mitte das Buches manchmal ganz schön auf die Nerven.

Punkten konnte die Autorin auf jeden Fall mit der Grundidee der Geschichte und den altertümlichen Handlungsorten. Außerdem mit den kleinen Ideen, die in der Geschichte vielleicht keine allzu große Rolle spielen. So beispielsweise die Rosen, die auf Fyres Haut erblühen, wenn sie eine Person in ihr Herz geschlossen hat. Aber auch mit den Nebenfiguren, wie Skye und Luna. Vor allem mit Skye.

Alles in allem ein gutes Buch, dass jedoch teilweise noch Schwächen aufweist, die jedoch nur sehr wenig, bis gar nicht mein Lesevergnügen geschmälert haben. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hoffe auch zukünftig wieder in die Welf der Elfen abtauchen zu können. 


Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen für dieses Buch.

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