Mittwoch, 28. Dezember 2016

Rezension: Sonnengelb

Autor: Julia K. Knoll
Verlag: Carlsen (Impress)
Preis: 2,99€
Buchlänge: 245 Seiten


Sonnenfunken auf der Haut, Unterwassergespräche mit Delfinen, Augen, die Menschen hypnotisieren können… Auch wenn sich das Großstadtkind Lillian nun auf dem bayerischen Land eingelebt hat, ist ihr der Mitschüler Alahrian noch so verwirrend fremd wie ganz zu Anfang. Irgendetwas ist anders an ihm. Dabei sucht er ganz eindeutig ihre Nähe und lädt sie sogar zum Schulball ein. Doch als der ersehnte Abend endlich eintrifft, taucht er einfach nicht auf…
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Sonnengelb knüpft dort an, wo Himmelblau aufgehört hat. Ich war also sofort wieder in der Geschichte drinnen und konnte Lillian und Alahrian weiter auf ihrer Reise begleiten, rein metaphorisch gemeint natürlich. Die zwei kommen sich immer näher, auch wenn Alahrians Geheimnis, was er ist, immer noch zwischen ihnen steht. Und das macht beiden ganz schön zu schaffen, aber auch das Auftauchen der gefährlichen Fenririm macht ihnen das Leben nicht leicht. 
Es gibt ein Wort, mit dem ich das Buch, meiner Meinung nach, beschreiben kann: süß. Die Art und Weise, wie Lillian und Alahrian sich näherkommen und einander kennen lernen kann ich nicht anders beschreiben. Es ist keine Geschichte, in der nur körperliche Anziehungskraft zwischen ihnen im Vordergrund steht. Und der Schreibstil ist genauso leicht und flüssig. Die zahlreichen Vergleiche und Natureindrücke, die immer wieder auftauchenmachen für mich das Lesen zu einem noch tolleren Erlebnis. 
Ich möcht unbedingt mehr wissen. Mehr über Alahrians Vergangenheit und mehr über die Entwicklung ihrer Beziehung. Wann wird er ihr endlich alles erzählen? Und sind nun wirklich alle Fenririm von Morgan, Alahrians Bruder, ausgelöscht worden? Da dies erst der zweite Band der fünfteiligen Reihe ist, sind für den Leser noch einige Fragen offen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir schon im nächsten band wieder etwas mehr erfahren werden.
Als einzigen Kritikpunkt habe ich vielleicht, dass keine wirkliche Spannung auftaucht. ich weiß noch nicht wo das ganze hinführen soll, denn derzeit hat sich die Geschichte wirklich nur um Lilian und Alahrian gedreht. Ein kleiner Ansatz ist vorhanden, aber ich hätte mir gewünscht, dass dieser schon in diesem Teil etwas mehr ausgebaut worden wäre.
Dennoch eine gelungen Fortsetzung, die mich definitiv neugierig gemacht hat, wie es in "Glutrot" weitergeht. 

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