Sonntag, 28. Mai 2017

Rezension: Lonely Lyrics


Autor: Ina Taus
Verlag: Impress (Carlsen)
Preis: 3,99€
Buchlänge: 338 Seiten


**Rockstar-Romantik: Vertraue auf die Lyrik der Liebe**

Sex, Drugs und Rock’n’Roll – ein Motto, dem sich der Gitarrist und Womanizer Luke etwas zu sehr verschrieben hat. Um der Realität zu entgehen und den Problemen, die dort auf ihn warten, flüchtet sich der Musiker von einem Partymarathon zum nächsten. Bis seine Bandkollegen von »Anna Falls« und »Must be Crazy« nur noch einen Weg sehen, um ihren Freund endlich aufzurütteln: Gemeinsam schicken sie den sich sträubenden Luke in ein Suchtbetreuungszentrum. Noch ahnt er nicht, dass dort ein Wiedersehen auf ihn wartet, das sein Leben vollkommen verändern wird…

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Nachdem mich Sad Songs mit seinen wundervollen Charakteren und seiner Liebesgeschichte überzeugen konnte, war ich natürlich unglaublich gespannt auf Lonely Lyrics. Dementsprechend hoch waren aber auch meine Erwartungen. Ich wollte die Bandmitglieder wiedersehen, sie noch besser kennenlernen und natürlich Luke dabei begleiten, wie er seine/n Seelenverwandte/n findet. Ja, ihr lest richtig. Da Luke bisexuell ist war von vornherein nicht klar, ob er auf einen jungen oder ein Mädchen treffen würde, dass/der ihm den Kopf verdreht. Das hat es aber nur umso spannender gemacht.

Alles beginnt mir einem Prolog, in dem eine riesige Bombe platzt: Einer der Bandjungs wird Papa! Allein damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und der Suchtfaktor, wie ich ihn schon von Sad Songs kannte, war zurück. Und mit jedem Kapitel wurde er größer, ich wollte einfach nur mehr. Mehr Lesen, mehr Informationen, mich mehr mit Luke verlieben.

Wenn ich das letzte Mal noch ein paar Probleme damit hatte die einzelnen Personen auseinander zu halten, konnte ich es hier beinahe problemlos. Was vor allem in den Szenen von Vorteil war, wenn wirklich alle aufeinandertrafen! Und nicht nur mit den Mitglieder der Bands feiert man ein Wiedersehen. Nein, auch mit ihren Freundinnen und auch mit Autumns Familie, wenn auch nur kurz. Aber an Charaktervielfalt mangelt es ganz sicher nicht!

Aber hauptsächlich geht es ja um Luke... und um Vic. Vic? Vic! Die Mitglieder von "Must be Crazy" und "Anna falls" haben anscheinend ein Faible dafür Personen an Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel zu treffen. Max und Anna und nun Luke und Vic. Genauer gesagt an einem Bahnhof. Luke, vollkommen durch den Wind und Vic einen wichtigen Schritt zu einem normalen Leben tuend. Die Umstände ihres Zusammentreffens sind alles andere als perfekt, aber dennoch funkt es zwischen ihnen und als Luke später eine Auszeit nimmt, sehen sie sich endlich wieder. Klingt super? Ist aber leider etwas komplizierter. Geheimnisse stehen zwischen ihnen und wie wir alle wissen ist so etwas nie gut für eine Beziehung. Weiter will ich gar nicht auf die Handlung eingehen, aber ich kann euch sagen: Sie nimmt euch mit! Zumindest hat sie das bei mit getan. Gepaart mit dem flüssigen und leichten Schreibstil der Autorin fliegen die Kapitel nur so dahin und viel zu schnell ist die letzte Seite gelesen.

Luke... In "Sad Songs" habe ich ihn, um ehrlich zu sein, gar nicht richtig für voll genommen. Ich wusste, dass er existiert, aber mehr auch nicht. Ein Aufreißer, der einen verschleiß an Frauen hat, mit dem wahrscheinlich nur Jake mithalten kann. Aber in diesem band lernt man einen ganz anderen Luke kennen. Ein entscheidendes Erlebnis lässt ihn plötzlich verantwortungsbewusster werden. Reifer. Und einfach toll. Ja, ich kann verstehen, warum es der Lieblingscharakter der Autorin ist. Ich habe mich auch ein klein wenig in ihn verliebt.

Und auch Vic war mit von Anfang an sympathisch. Hinter ihr/ihm liegt eine schwierige Zeit, die er/sie nun wieder zu richten versucht. Man muss die zwei einfach selbst kennenlernen, um zu verstehen, was an ihnen so toll ist. (Ja, dass war eine sehr deutliche Aufforderung)

Oft ist es ja so, dass der letzte Band einer Reihe etwas schwächer ist, als seine Vorgänger, aber hier war das definitiv nicht der Fall. Im Gegenteil sogar: Ich habe zwar den ersten Band nicht gelesen, aber "Lonely Lyrics" sticht definitiv hervor. Insgesamt hat mir "Lonely Lyrics" sehr gut gefallen und konnte mich vollkommen überzeugen!

5 von 5 Sterne

1 Kommentar:

  1. Hallo Saskia,
    diese Reihe möchte ich auch schon länger lesen!
    Schön, dass dir die Bücher gefallen haben! :-)
    Liebe Grüße, Johnni von
    Unendliche Geschichte

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