Mittwoch, 21. Juni 2017

Lesung: Fanny Bechert (16. Juni)


Vor gar nicht allzu langer Zeit postete eine gewisse Autorin auf Facebook eine Veranstaltung. Es handelte sich um eine Lesung, die nicht allzu weit entfernt von meinem Zuhause stattfinden sollte. Als ich den Post das erste mal sah, ich bin da ganz ehrlich, habe ich dem nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit geschenkt (könnte daran liegen, dass ich mir den Ort, an dem das Ganze stattfinden sollte, keines Blickes gewürdigt habe). Doch dann habe ich es mir noch einmal genauer angeguckt und mich gefragt: Wieso bist du eigentlich so blind? Natürlich musst du dahin!


Ich habe beide erschienenen Bände von "Elesztrah" bereits gelesen und auf anhieb geliebt. Nachdem es in meinem Hirn endlich "Klick" gemacht hat, stand dem nichts mehr im Wege (nur die Woche, die ihre Tage unbedingt noch zwischen damals und Freitag quetschen musste). Meine Freude wurde jedoch noch vergrößert, als ich erfahren habe, dass ich Buchbote für Fanny werden durfte. Buchbote! Meine Freude war riesig, und ist es noch 😊

So kam es dann auch, dass ich Fanny schon eine Stunde vor Lesungsbeginn getroffen und wir uns etwas unterhalten haben. Und was soll ich sagen? Sie ist der Sonnenschein, von dem ich immer nur gehört habe. Freundlich und sehr sympathisch. Und bereits nach den ersten Minuten waren wir in ein ungezwungenes Gespräch verwickelt. Ich bin wirklich froh in Zukunft näher mit ihr zusammenarbeiten zu können!

Viel Zeit hatten wir jedoch nicht, da schon bald die Sprödaer Kirche für Fannys Lesung vorbereitet werden musste. Die Kirche wird gerade restauriert, weswegen der Kirchturm herabgesetzt wurde. Habt ihr das schon einmal gesehen? Echt krass, was man alles sieht, wenn man mal das Haus verlässt 😉 Es wurden Päckchen geschleppt und ein kleines Tischchen hergerichtet, auf dem Elesztrah wunderbar präsentiert wurde.


Und es dauerte auch nicht lange, da trudelten die ersten Zuhörer ein. Die Zeit bis zum Beginn der Lesung verging in einem ziemlichen Eiltempo und tja... dann ging es auch schon los.
Der Einstieg verlief ganz entspannt (was wohl auch an dem Gläschen Sekt gelegen haben könnte, was, Fanny?). Sie erzählte uns, wie das Ganze angefangen hat. Wie sie zum Schreiben gekommen war, erst nur für sich und einen Freund geschrieben hat und mit zunehmender Zeit daraus ein richtiges Buch entstanden ist. Wie Fanny erste Schritte als Selfpublisher gegangen ist, Kontakt geknüpft hat und (natürlich), wie "Elesztrah" letztendlich beim Sternensand Verlag sein Zuhause gefunden hat. Fannys lockere Art machte es zugleich interessant, aber auch witzig und amüsant. 

In einem fließenden Übergang brachte Fanny den Zuhörern das Buch "Elesztrah" und seine Geschichte näher. Das ich das Buch und die Geschichte rund um Lysanna und Aerthas schon kenne, tat dem überhaupt keinen Abbruch. Ich lauschte gespannt und von der Autorin höchst persönlich etwas zu ihrem Buch zu erfahren, machte es natürlich nur noch reizvoller. Der Zuhörer wurde in die Welt "Al'Arizon" eingeführt und durfte kurze Zeit später selbst darin abtauschen. Die erste von insgesamt vier Textstellen, die Fanny zum Besten geben würde, wartete auf uns und gespanntes Lauschen war in der Kirche zu vernehmen. 

Jede der Textstellen gewährte dem Zuhörer eine anderen Einblick in "Elesztrah" ohne jedoch zu viel von der eigentlichen Handlung zu offenbaren. Und als wäre das Buch nicht schon toll genug, hat Fanny auch durch ihre authentische Vortragsweise punkten können. Nicht nur durch ein flüssiges Vorlesen, sondern auch durch das Verstellen ihrer Stimme für die jeweiligen Charaktere, ihren Gesichtsausdruck und sogar ihrer Körperhaltung. Besonders gelungen fand ich zudem ihre Darstellung des Trolls, der in der letzten Szene auftrat. 


Zwischen den einzelnen Textpassagen machte Fanny immer mal wieder eine Pause, warf Erklärungen ein oder erzählte uns etwas mehr über die auftretenden Figuren oder den Handlungsverlauf. 
Insgesamt dauerte die Lesung knappe 2 Stunden, was mich echt überrascht hat, doch dadurch, dass man Fanny nach der Beendigung der Lesung und ihren abschließenden Worten noch Fragen stellen konnte, hat sich die Zeit noch etwas gestreckt.  Fragen aus dem Publikum hat sie dann auch ohne große Umschweife beantwortet und uns des Öfteren durch ihre lockere und lustige Art zum Schmunzeln gebracht. 

Als Resümee kann ich ehrlich behaupten, dass sich dieser Abend für mich sehr gelohnt hat. Ich habe nicht nur die Autorin eines Buchs kennengelernt, dass ich sehr mag, sondern sogleich noch einmal in die Welt von "Elesztrah" eintauchen können. Dieses Mal vielleicht noch intensiver, als das erst Mal. Es war interessant, lustig und spannend und so viel besser, als ich es mir vorgestellt hatte. Also: Danke Fanny für diesen tollen Abend :D

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