Samstag, 10. Juni 2017

Rezension: Magnus Chase - Der Hammer des Thor


Der Donnergott Thor hat mal wieder seinen Hammer verloren – die stärkste Waffe in allen Neun Welten! Und diesmal ist er zu allem Übel in Feindeshände geraten. Magnus und seine Freunde müssen den Hammer so schnell wie möglich zurückholen, denn ohne ihn ist die Welt der Sterblichen einem Angriff der Riesen wehrlos ausgeliefert. Der Weltuntergang Ragnarök droht! Als Verbündeten braucht Magnus ausgerechnet den gerissenen Gott Loki – doch der Preis für seine Hilfe ist hoch …

Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Preis: 19,99€ [Hardcover]; 13,99€ [eBook]
Buchlänge: 512 Seiten

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Ein paar Monate habe ich auf die Fortsetzung gewartet und als das eBook dann letzte Woche, pünktlich zum Erscheinungstermin, auf meinem Tolino gelandet ist, konnte ich es gar nicht erwarten wieder in die Welt der nordischen Mythologie einzutauchen. Der erste Band hat mir super gefallen und an den bisherigen Büchern von Rick Riordan gemessen, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Aber eins kann ich euch gleich vorweg sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!

Bereits nach den ersten Seiten war es, als hätte ich den ersten Band nicht vor Monaten, sondern erst vor wenigen Tagen beendet. Klar, einige Ereignisse hatte ich nicht mehr ihm Hintergrund, aber durch leichte Erklärungen in Nebensätzen fand ich schnell wieder den Kontext. Ich war sofort wieder drin in der Welt, die Magnus Chase nicht ganz freiwillig betreten hat und habe mich unglaublich gefreut die alle Charaktere des ersten Bandes wieder zu treffen.

Als erste begegnete ich Samirah wieder und nachdem sie während ihres Treffens mit Magnus kurzfristig damit beauftragt wurde einen neuen Gast ins Hotel Walhalla zu führen und Magnus ein mehr oder weniger unangenehmes Treffen mit einem Ziegenkiller hatte, dauerte es nicht allzu lange, bis ich Magnus Freunde aus dem 19 Stock und seine Freunde Blitzen und Hearth wieder traf. Die Umstände hätten aber definitiv besser sein können, immerhin haben sie den Auftrag Thors Hammer von irgendwelchen Riesen zurückzuholen.

Schon in diesem ersten Teil des Buches wurde mir wieder bewusst vor Augen geführt, was ich an Rick Riordans Bücher so sehr liebe. Ganz klar: den Schreibstil. So leicht und locker und mit dieser Priese (okay, manchmal ist es auch ein ganzer Teelöffel voll) von Sarkasmus, die mich nicht nur das ein oder andere Mal zum schmunzeln gebracht hat.
Hinzu kommt die Figurenvielfalt. Bei "Percy Jackson" ist es mir nicht ganz so stark aufgefallen, ebenso bei "Die Helden des Olymp", aber hier schon. Zum einen hätten wir Magnus, den Sohn eines nordischen Gottes und Einherje. Ihm treu zur Seite stehen seine Freunde Blitzen, ein Zwerg mit unglaublichen Modebewusstsein, und Hearthstone, ein Elf der Runenmagie beherrscht. Samirah, Muslimin und Walküre im Nebenfach. Und zu guter Letzt und neu in der Runde: Alex, die selbst sagt, dass ihr Geschlecht fließend ist. Mal ist er ein Junge, mal ist sie ein Mädchen. Aber eins merkt man ganz schnell: Tochter des Loki hin oder her, er hat es faustdick hinter den Ohren.
Und dabei sind all diese Personen nicht nur von ihrer Herkunft und Art total unterschiedlich, sondern auch in ihrem Charakter. Ein bunte Mischung, die das Lesen definitiv nicht langweilig werden lässt.

Die Handlung ist ein klassisches Abenteuer. Und obwohl es am Anfang recht simple erscheint, gelingt es Rick durch geschicktes Verschweigen von Informationen es bis zum Ende spannend zu machen. Wirklich, ich habe mit diesem Ende zwar gerechnet, aber einige Wendungen haben mich dann doch überrascht.

Insgesamt eine mehr als gelungene Fortsetzung, die mir sofort Lust auf mehr gemacht hat. Ich bin gespannt, wie es im dritten Band weitergeht, vor allem, weil eine Anspielung am Ende des Buchs mich ziemlich glücklich gemacht hat. Ich freu mich schon!

5 von 5 Sternen


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