Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension: Sakrileg


Robert Langdon, Symbolologe aus Harvard, befindet sich aus beruflichen Gründen in Paris, als er einen merkwürdigen Anruf erhält: Der Chefkurator des Louvre wurde mitten in der Nacht vor dem Gemälde der Mona Lisa ermordet aufgefunden. Langdon begibt sich zum Tatort und erkennt schon bald, dass der Tote durch eine Reihe von versteckten Hinweisen auf die Werke Leonardo da Vincis aufmerksam machen wollte - Hinweise, die seinen gewaltsamen Tod erklären und auf eine finstere Verschwörung deuten. Bei seiner Suche nach den Hintergründen der Tat wird Robert Langdon von Sophie Neveu unterstützt, einer Kryptologin der Pariser Polizei und Enkeltochter des ermordeten Kurators. Eine aufregende Jagd beginnt ...

Autor: Dan Brown
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 11,00€ [Taschenbuch]; 8,99€ [eBook]
Buchlänge: ca. 620 Seiten

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nachdem mir gleich von zwei Freunden inerhalb kürzester Zeit vorgeschwärmt wurde, wie toll die Filme sind und mir der Klappentext von Sakrileg unter die Nase gehalten wurde konnte ich gar nicht mehr anders, als mir dieses Buch schnellstmöglich aus der nahen Bibliothek auszuleihen und es sogleich zu lesen. Zum Glück stand auch kein anderes Buch an, dass Vorrang hatte und so konnte ich mich ganz diesem Buch widmen. 
Ich weiß nicht, ob es so schlau war gleich mit dem zweiten Band der Reihe zu beginnen, in der es um den Symbologen Robert Langdon geht, aber, bis auf ein paar kleine Anmerkungen auf sein zuvor erlebtes Abenteuer im Vatikan in "Illuminati", kann man es vollkommen unabhängig von seinem Vorgänger lesen. 

Auf den ersten Seiten des Buchs wird man sogleich Zeuge eines Mordes, der die ganze Geschichte ins Rollen bringt. Vor seinem Tod hat besagter Chefkurator des Louvre nämlich eine Flut an Symbolen und versteckten Rätseln hinterlassen, die unweigerlich Robert Langdon auf den Plan rufen. Eine aufregende Schnitzeljagd beginnt in jener Nacht, die ein uraltes Geheimnis zutage fördern wird und den Leser dabei nicht nur einmal auf eine vollkommen falsche Fährte lockt. Unterstützung bekommt Robert ausgerechnet von der Enkeltochter des Toten...

Als Leser merkt man schnell, dass dieses Buch zum Mitdenken anregt und man jeden Satz am besten dreimal auf seine möglichen Bedeutungen untersuchen sollte, wenn man wirklich nichts verpassen will. Die Fülle an Rätseln und Wortspielen kommt in dieser Geschichte nämlich ganz sicher nicht zu kurz. Hinzu kommen zahlreiche Fakten an deren Fülle ich mich zu Anfang erst gewöhnen musste. Doch das hat nichts daran geändert, dass es bereits auf wenigen Seiten richtig spannend zuging. Als Leser wurde man langsam in das Geschehen eingeführt, bevor es zu einer haltlosen Flucht aus dem Louvre kam. Meine Neugier war an dieser Stelle bereits längst geweckt, sodass ich mehr als gespannt war, wie es für die einzelnen Figuren weiterging. Denn man erlebte die Geschichte nicht nur aus Roberts Sicht, sondern zugleich aus der von Sophie und 4 weiteren Charakteren. Dort waren dem Autor natürlich zahlreiche Möglichkeiten geboten den Leser zu verwirren und ihm zugleich einen umfangreichen Blick der Gesamtsituation zu erschaffen. Wie oben bereits erwähnt hat Dan Brown es geschafft mich mehr als einmal auf die falsche Spur zu locken, sodass ich erst ziemlich am Ende das Ausmaß der ganzen Verwicklungen begriffen habe. Das hat er wirklich geschickt angestellt.

Der Schreibstil war eine gute Mischung aus Spannend und Informierend, sodass man nie aus den Augen verlor, worum es ging. Stellenweise muss ich jedoch sagen, dass, trotz dessen, dass sie interessant waren, man mit Fakten "überschüttet" wurde. Das ist jedoch zugleich mein erster und einziger Kritikpunkt.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. "Sakrileg" gehört einem Genre an, dass ich üblicherweise nicht allzu oft zur Hand nehme, deswegen war es eine willkommene Abwechslung zu den Büchern, die ich sonst lese. Ich habe die spannende Rätseljagd mit Freude und Interesse verfolgt und bin mir sicher, dass ich mir die anderen Bücher rund um den Symbologen Robert Langdon und seine Abenteuer früher oder auch noch zur Hand nehmen werde.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen