Samstag, 26. August 2017

Rezension: Mondfunken



Autor: Tanja Voosen
Verlag: Impress (Carlsen)
Preis: 3,99 [eBook]
Buchlänge:


**Manchmal muss man sich bei Herzensentscheidungen vom Mond leiten lassen…**

Als Kind hatte Tate fest daran geglaubt, dass der Mond ihr überallhin folgen und ihr immer Hoffnung schenken würde, egal wie dunkel die Nacht auch sein sollte. Leider scheint er sie aber in den heutigen Zeiten immer im Stich zu lassen, wenn sie gegen den begnadeten Koch Sawyer im alljährlichen Backwettbewerb antritt und mal wieder haushoch verliert. Aber nicht nur der so brillante Sawyer macht ihr das Leben schwer. Auch sein viel zu sehr von sich überzeugter Freund Levi bringt sie immer genau dann aus der Bahn, wenn es darum geht, sich von der besten Seite zu zeigen. Mit genau diesen beiden Jungen einen Sommer im Camp Summerset zu verbringen soll, kommt für Tate daher einer Strafe gleich. Doch manchmal geht der Mond genau dann auf, wenn man am wenigsten mit ihm rechnet…

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„Mondfunken“ Ein weiteres Buch aus der Feder von Tanja Voosen, das mir unter die Augen gekommen ist. Nach „Kein Kuss wie dieser“ und „Winterflüstern“. Und das nicht ohne Grund. Alle bisherigen Bücher von Tanja haben mir wirklich gut gefallen und haben mir Lust auf mehr gemacht. Und in „Mondfunke“ habe ich dieses mehr definitiv bekommen.

„Mondfunke“ handelt von der jungen Tate. Schülerin und begnadete Bäckerin. Backen ist mehr als nur ihr Hobby, viel mehr ihre Leidenschaft. Dementsprechend frustriert es sie jedes Jahr erneut, wenn der talentierte Sawyer den goldenen Kochlöffel gewinnt. Sehr verständlich. Als sein Freund Levi sie dann auch noch ablenkt und sie erneut verliert, sind die Gründe die zwei nicht zu mögen perfekt. Den Zweien aus dem Weg zu gehen wäre so einfach. In der Schule, aber auch privat, wäre da nicht diese Kleinigkeit, die sich Leben nennt. Vielleicht auch Schicksal. Oder einfach nur Pech. Der Sommer ihres achtzehnten Lebensjahres verläuft jedenfalls ganz anders als von Tate erwartet.
Angefangen bei einem verlorenen Handy, über ein Mehlsackbaby oder die verdammte Neugier.

Der Einstieg fiel mir mehr als nur leicht. Wahrscheinlich weil der für Tate alles andere als toll verläuft. Gleich zweimal begleiten wir sie zu dem Backwettbewerb. Einer verhängnisvoller als der andere. Und auf einem von ihnen lernt sie Levi kennen, bester Freund von Sawyer und Sportass.
Ich denke nicht, dass es mein Mitleid für Tate war, dass sie mir gleich von Anfang an so sympathisch gemacht hat. Ihre jugendliche Art, ihr Ehrgeiz oder ihr fabelhafter Geschmack für gutes Essen. Doch dann gibt es auch noch die andere Seite ihres Lebens: Tate ist nicht besonders gut darin Freunde zu finden. Und Freundschaft ist eins der Dinge, die in diesem Buch groß geschrieben werden.

Und dann trifft sie auf Levi. Beim Wettbewerb und ein Jahr später überschlagen sich die Treffen beinahe. Levis lockere und lustige Art muss man einfach mögen, auch wenn Tate sich große Mühe gibt es nicht zu tun. Denn er ist Sawyers bester Freund, und der ist ihr Erzfeind. Aber einmal abgesehen von der Tatsache ist auch er ziemlich nett. Und bald... bald führt eins zum anderen und die drei verbringen sehr viel mehr Zeit zusammen als gedacht.

Tate lernt einiges in diesem Sommer, den sie in Camp Summerset verbringt. Über sich, das Leben, die Liebe und Freundschaft. Schritt für Schritt bewegt sich Tate in eine neue Richtung, wobei Rückschlägt natürlich nicht ausbleiben. Man erlebt eine turbulente Zeit mit Tate, Levi und Sawyer, die einen sowohl zum lachen und schmunzeln, als auch zum nachdenken bringt. Ein zentrales Thema habe ich oben bereits erwähnt: Freundschaft, aber natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. An dieser Stelle ein Kompliment an die Autorin: sie hat es sehr gut geschafft diese zwei Dinge zu trennen und dazu keine komplizierte Dreiecksbeziehung eingebaut. Wirklich klasse. Auch ohne gab es reichlich Probleme zu lösen.

Der Schreibstil hat mir wie immer überhaupt keine Probleme bereitet sondern mich flüssig durch das Buch gebracht. Leicht, locker, lustig. Eine tolle Mischung, die das Lesen noch angenehmer gemacht hat.

Insgesamt hat Tanja Voosen mit "Mondfunken" eine wundervoll romantische und humorvolle Geschichte geschaffen, die nicht an Sommercamp-Feeling spart und einen für ein paar Stunden nach Summerset entführt, dem wirklich ein ganz eigener Zauber inne wohnt.

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