Lies dich nach Hogwarts: Extra Aufgabe Oktober


„Verfasse einen Blogpost zu deinen TOP 5 Büchern, die du auf jeden Fall mit nach Hogwarts nehmen würdest.“

So lautet die Aufgabe für den Oktober. Stellen wir uns also vor, dass wir unseren lang ersehnten Brief für Hogwarts endlich erhalten haben, unsere Besorgungen in der Winkelgasse sind erledigt (ich würde mir übrigens eine Eule zulegen 😉)  und nun sitze ich vor meinem Koffer und habe die unwürdige Aufgabe fünf, nur FÜNF!, Bücher auszuwählen, die mit mir nach Hogwarts reisen dürfen. 
Das ist eine verdammt schwierige Aufgabe und braucht natürlich Bedenkzeit, aber nun habe ich mich entschieden und ich hoffe, die richtige Entscheidung getroffen zu haben!

1. Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter



Als Eragon auf der Jagd einen glänzenden blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Doch plötzlich rührt sich der Stein. Feine Risse zeichnen sich auf seiner Oberfläche ab - ein Drachenjunges entschlüpft der Schale und es beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt ...

Über Nacht wird Eragon in eine schicksalhafte Welt voller Magie und Macht geworfen. Elfen, Zwerge und Monster bevölkern Alagaesia, dessen grenzenlos grausamer Herrscher das Volk unterjocht. Mit nichts als einem Schwert und den Ratschlägen seines Lehrmeisters stellt sich Eragon dem Kampf gegen das Böse. An seiner Seite Saphira, der blaue Drache.
Wird Eragon das Erbe der legendären Drachenreiter antreten können? Das Schicksal aller liegt in seiner Hand ...

Eragon ist einfach klassische Fantasy mit Menschen, Elfen, Zwergen und natürlich Drachen! Mit Mit Eragon erlebt man ein tolles Abenteuer und ich bedauere nur den ersten Band mitnehmen zu können.
Aber ich kann die nächsten drei Plätze nicht für die Folgebände eintauschen, dafür gibt es einfach viel zu viele gute Bücher!



2. Smaragdgrün: Liebe geht durch alle Zeiten






Die Fäden, die der zwielichtige Graf von Saint Germain in der Vergangenheit gesponnen hat, ziehen sich nun auch in der Gegenwart zu einem gefährlichen Netz zusammen. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, müssen Gwendolyn und Gideon nicht nur auf einem rauschenden Ball im 18. Jahrhundert zusammen Menuett tanzen, sondern sich in jeder Zeit kopfüber ins Abenteuer stürzen ...

Seit circa einer Woche bin ich in den Seiten von Kerstin Giers Edelsteintrilogie gefangen und es ist unglaublich schwer zurück an die Oberfläche zu finden. 
Bei kaum einer anderen Reihe ist das Verlangen so groß einfach immer weiter zu lesen. Gideon und Gwendolyn haben es mir einfach angetan und dabei ist es ganz egal, wie oft ich die Bücher schon gelesen habe. Und da muss eindeutig der dritte Band mit!






3. Ein Thron aus Knochen und Schatten



Alisons schonungslose Ausbildung schreitet weiter voran, obwohl sie und Dorians königliches Gefolge das Lager im Reich der Kaskaden verlassen müssen.
Während sie versucht, die aufsteigenden Gefühle für ihren Trainer tief in sich zu vergraben und ihrer neuen Rolle als Anführerin gerecht zu werden, schmieden sowohl Dämonen als auch Menschen Pläne, die die Welt für immer verändern könnten. Alison muss sich endgültig entscheiden, auf welcher Seite sie steht. Die der Dämonen oder die der Menschen?

Noch ein Folgeband (irgendwie kann ich nicht anders). "Ein Käfig aus Rache und Blut" hat mir schon super gefallen, doch es muss einfach "Ein Thron aus Knochen und Schatten" mit! Alison ist so eine starke Protagonistin, die ich einfach nur mögen kann und die Geschichte und all ihre Charaktere genauso. Definitiv ein Buch, das mit nach Hogwarts muss!

4. Seelen



Planet Erde, irgendwann in der Zukunft.
Sogenannte Seelen haben sich in den Körpern der Menschen eingenistet und ihre Kontrolle übernommen. Als die Rebellin Melanie von der Seele Wanda in Besitz genommen wird, setzt sie alles daran, nicht aus ihrem Körper verdrängt zu werden. Denn Melanie hat ein Ziel: Sie will ihren Geliebten Jared wiederfinden. Melanies Gefühle sind so stark, dass Wanda immer mehr in ihren Bann gerät und sich aufmacht einen Mann zu suchen, den sie nicht kennt. Und den sie dennoch zu lieben scheint, mit Körper, Geist und Seele ...

Für mich selber überraschend, dass dieses Buch mit in meine Auswahl gelangt ist. Eigentlich hatte ich es gar nicht im Blick, doch als ich so durch meine gelesenen Bücher geguckt habe, ist es mir wieder ins Auge gestochen. Es gefällt mir sehr, es ist lang und damit ein perfekter Kandidat.




5. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt



Edie findet nichts schlimmer als Hochzeiten. Wenn der Bräutigam dann auch noch ihr Kollege Jack ist, der bis vor wenigen Wochen heftig mit ihr geflirtet hat, will Edie vor allem eins: flüchten. Den ersten Teil der Hochzeits-Feier von Charlotte und Jack steht Edie allerdings tapfer durch. Als sie später in den Park geht, um wenigstens einmal kurz durchzuatmen, steht Jack plötzlich vor ihr und küsst sie. Dummerweise sind sie nicht allein. Charlotte beobachtet die beiden und schon bald droht dieser kleine Moment der Schwäche, Edies ganzes Leben zu zerstören. Der darauf folgende Online-Shitstorm zwingt Edie, ihr Londoner Leben hinter sich zu lassen und Zuflucht bei ihrer Familie in Nottingham zu suchen. Dort läuft es aber auch nicht rund. Denn die Auszeit gewährt Edies Chef ihr nur, wenn sie den derzeit in Nottingham lebenden Schauspieler Elliot Owen trifft - um als Ghostwriterin seine bestseller-verdächtige Biographie zu verfassen. Dummerweise entpuppt sich Elliot nicht als charmanter Star - ganz im Gegenteil. Zurück in die Provinz, Opfer von Online-Mobbing und einem neurotischen Schauspieler ausgesetzt - so hatte Edie sich ihr Leben wirklich nicht vorgestellt!

Und zum Abschluss noch eine ganz normale Liebesgeschichte, die mich jedoch vollkommen von sich überzeugen konnte! Ich liebe Mhairi McFarlanes Schreibstil und jeder ihrer Geschichten, die ich bis jetzt gelesen habe. Also auch ein absolutes Muss!



Ich habe es tatsächlich geschafft mich für 5 Bücher zu entscheiden. Die Entscheidungen sind mir wahrlich nicht leicht gefallen, doch ich denke eine ganz gute Wahl getroffen zu haben :D Damit dürfte ich in Hogwarts ganz gut über die Runden kommen und wer sagt denn, dass sie dort keine Bücher haben? Ich meine mich an eine riesige Bibliothek zu erinnern, die bestimmt die ein oder andere interessante Lektüre hergibt 😉


Welche 5 Bücher würdet ihr mitnehmen?


Rezension: Ein Meer aus Tinte und Gold


Autor: Traci Chee
Verlag: Carlsen
Preis: 17,99€ [Hardcover]; 9,99€ [eBook]
Buchlänge: 480 Seiten

Seit Sefias Vater ermordet wurde, kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Aber dann wird Nin entführt und die einzige Spur zu ihr ist ein Buch: ein scheinbar nutzloser Gegenstand in einem Land, in dem fast niemand um die Existenz des geschriebenen Wortes weiß. Doch kaum berührt Sefia das makellose Papier, spürt sie eine magische Verbundenheit und lernt die Zeichen zu deuten. Sie führen sie nicht nur auf eine gefährliche Reise, sondern auch an die Seite eines stummen Jungen, der selbst voller Geheimnisse steckt. Gemeinsam wollen sie Nin finden – und den Tod von Sefias Vater rächen.

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Ein Buch über ein Buch, etwas besseres könnte es für einen Leser doch überhaupt nicht geben. 

Doch erst einmal: Ist das Cover nicht WUNDERSCHÖN?! Es hat mich gleich auf das Buch aufmerksam gemacht und vom ersten Moment an war ich verliebt. Mir geht es bei Büchern ja wirklich um den Inhalt und ich kaufe mir ein Buch nicht nur wegen seines schönen Covers, doch dieses hier finde ich wirklich sehr, sehr, sehr gelungen. In Goldt gehalten und mit den kleinen Wellen und allem sticht es wirklich heraus aus meinem Bücherregal. Also allein für dieses tolle Cover gibt es einen Pluspunkt. 

Doch auch die Geschichte an sich konnte mich ebenso schnell für sich gewinnen. Es geht um Sefia, ein jugendliches Mädchen, die nach dem Tod ihrer Eltern und dem Verschwinden ihrer Tante Nin nichts mehr bleibt als ein alter Gegenstand, den sie erst zu verstehen lernen muss: ein Buch. Sie weiß nicht genau was es damit auf sich hat, doch weiß sie, dass ihre Eltern gestorben sind, um es zu beschützen. Es gibt Leute, denen es nicht in die Hände fallen soll, weswegen sie weiterhin im Verborgenen lebt, doch dann taucht unvermittelt ein Hinweis auf, der sie in ein Abenteuer zieht, mit dessen Ausmaß sie wohl niemals gerechnet hätte. 
Und nebenbei begleitet sie der junge Archer, der aus irgendeinem Grund nicht reden kann. 

Sefia ist eine tolle Protaginistin. Menschlich, sehr stark und trotzdem nicht von Angst befreit. Zudem besitzt sie eine besondere Fähigkeit, die sie umso interessanter macht. Ich freue mich schon sehr darauf sie in Band 2 wieder zu sehen.
Das gleiche gilt für Archer. Archer hat bereits einiges durchgemacht und ist dadurch ein sehr geschickter Kämpfer geworden, der beinahe keinem Gegner unterliegt. Dann ist er beinahe wie ein Tier. Doch auf der anderen Seite hat er eine Verletzlichkeit an sich, die ihn sehr natürlich wirken lässt.

Die Geschichte wird von einem sehr angenehmen, leichten Schreibstil mit vielen malerischen Elementen begleitet, der es mir einfach gemacht hat mir jede Szene vorzustellen. Außerdem befinden sich im Buch kleine Rätsel und Hinweise, die nicht nur neugierig machen und gelöst werden wollen, sondern das Buch auch auflockern. 
Die Geschichte an sich war sehr leicht. Sefia und Archer sind sehr angenehme Charaktere, mit denen die Seiten dahinfliegen. Ich habe sie sehr gerne durch dieses Buch begleitet, bei dem mich jede Seite neugierig auf die nächste gemacht hat. Es tauchen viele Fragen auf, die beantwortet werden wollen und das Ende ist natürlich ziemlich offen.
Vom Ende hätte ich dann aber doch etwas mehr erwartet, da mich das Buch an sich sehr für sich einnehmen konnte. Spannung war da, keine Frage, doch mir hat gegen Ende noch das passende Sahnehäubchen gefehlt, dass das Buch perfekt gemacht hätte.

In dem Sinne: Ein wirklich gelungener Auftakt einer neuen Reihe mit sehr sympathischen Charakteren und eine Handlung und einem Setting, das Lust auf mehr hat.

Freitagsfüller #3


Diese Aktion habe ich nun schon einige Male auf anderen Blog gesehen und endlich habe ich den Impuls gefunden auch daran teil zu nehmen. Woran? An den Freitag-Füllern natürlich!
Ein Aktion von Barbara (scap-impulse), bei der man eine Art Lückentext bekommt, den man ganz nach belieben ausfüllen kann.
Wenn's euch gefällt, macht selber mit!

1.  Die Nachrichten von neuen Büchern von meinen Lieblingsautoren macht mich jedes Mal aufs neue glücklich.

2.  Im Winter trage ich ganz oft kuschelige, weiche Socken und verhindere damit kalte Füße.

3.  Herbstferien sind zu kurz und diese waren sogar meine letzten!.

4.  Sport machen müsste ich mal wieder.

5. Mal so ganz unter uns gesagt, ich habe eine Heidenangst vor der Zeit nach dem Abi.

6.  Nur noch ein halbes Jahr und ich habe 12 ganze Schuljahre hinter mir geschafft. (Krass!)

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein paar Folgen Gilmore Gilrs, morgen habe ich geplant, mit meiner Familie shoppen zu gehen und Sonntag möchte ich eigentlich nichts tun außer zu lesen, muss aber für die nächsten Klausuren lernen!

Einen schönes Wochenende!

Rezension: Turion



Autor: Teresa Kuba
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 4,99€ [eBook]; 14,90€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 578 Seiten

Clemens' Haare sind schwarz wie Tinte und seine Augen bernsteinfarben wie die einer Katze. Seit die sechzehnjährige Elaina den geheimnisvollen neuen Mitschüler das erste Mal gesehen hat, fühlt sie sich auf unerklärliche Weise mit ihm verbunden. Doch wieso vermeidet er es, sie zu berühren, als hätte sie eine ansteckende Krankheit? Warum verhält er sich manchmal so sonderbar, als stamme er aus einer anderen Zeit und wohin verschwindet er dauernd? Als Elaina seine Schulakten ausspioniert, macht sie eine unglaubliche Entdeckung und befindet sich bald in größter Gefahr...

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Einen Anfang für diese Rezi zu finden fällt mir gerade gar nicht so leicht... Aber okay, beginnen wir einfach mal beim Anfang.

Der Einstieg ins Buch viel mir nicht ganz so leicht, doch nach ein paar Kapiteln war meine Neugier geweckt und meine Augen klebten förmlich an den Seiten. Der Schreibstil ist sehr angenehm und macht es dem Leser wirklich einfach sich in der Geschichte zu verlieren und die Charaktere kennen zu lernen. Wenn auch nicht gleich lieben.

Elaina hat keine Familie mehr und beklagt den Verlust ihrer besten Freundin. In sich zurückgezogen knüpft sie nur widerwillig neue Kontakte zu ihren Mitschülern des Internats, das sie jetzt besucht. 
Doch dann lernt sie Turion kennen, dessen Ausstrahlung und die Informationen, die man über ihn erhielt, förmlich schrien: VAMPIR! Was bin ich froh, dass er dann doch KEINER war, sondern nur ein anderes mythisches Fabelwesen, das das ein oder andere Geheimnisse birgt. 
Turions Charakter ist sehr wankelmütig, was sich natürlich auch zu seiner Beziehung zu Elaina überträgt. Teilweise war ich ziemlich genervt von diesem ganzen Hin und Her. Nicht nur Elaina war zwischenzeitlich echt verwirrt. Doch da war auch diese unwiderstehliche Anziehungskraft zwischen beiden, die sie scheinbar immer wieder zueinander geführt hat. (Manchmal auch ein bisschen nervig, da stellenweise wirklich gegen jegliche Vernunft gehandelt wurde.)

Die Handlung beginnt wie eine typischer Geschichte, in der ein Mädchen auf eine neue Schule kommt und irgendwann auf den mysteriösen Typen trifft. Lange Zeit wusste ich also nicht worauf alles hinauslaufen sollte und selbst nach aber der Hälfte des Buches war ich teilweise noch echt ratlos. 
Die erste Hälfte hat mich dermaßen gefesselt, dass ich sie in einem Rutsch gelesen habe. Soweit war auch alles noch ziemlich normal. Doch dann begann plötzlich das Abnormale sich in die Geschichte zu schleichen und es kamen jede Menge Fragen auf. Und Turion war nicht besonders auskunftsfreudig. Zwischenzeitlich wäre mir wohl an Elainas Stelle der Kragen geplatzt und ich hätte Antworten verlangt, doch sie vertraut ihm und ihrer Liebe. *hust* naiv *hust* 
Die anhaltende Verwirrung hat meinen Lesefluss ein wenig gehemmt, doch auf den letzten 50 Seiten kam die Geschichte noch einmal richtig ins Rollen.. 
Es passiert viel und schnell, vielleicht ein bisschen zu schnell mit zu wenigen Erklärungen, doch nach und nach geht einem als Leser ein Licht auf. Am Ende werden aber nicht alle Fragen geklärt, was auf eine mögliche Fortsetzung hoffen lässt.

Insgesamt hat mir „Turion“ ziemlich gut gefallen, wenn auch mich das widersprüchliche und, manchmal für mich, unlogische Handeln der Protagonisten zeitweise gestört hat. Den Ausgleich bekam ich durch einen sehr ansprechenden Schreibstil und einer Fantasyidee, die wirkliches Potential bietet und den Leser in eine Welt entführt, wie ich sie noch nicht erlebt habe. 

3, 5 von 5 Sternen.

Rezension: Percy Jackson erzählt griechische Göttersagen


Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Preis: 16,99€ [Hardcover]; 11,99€ [eBook]
Seitenanzahl: 496 Seiten

Wer könnte die griechischen Göttersagen besser nacherzählen als der Sohn des Poseidon höchstpersönlich? Percy Jackson haucht den alten Klassikern turbulentes Leben ein und gibt ganz neue Einblicke in den Alltag auf dem Olymp. Mit einem Augenzwinkern berichtet er unter anderem davon, wie Athene ein Taschentuch adoptiert, Persephone ihren Stalker heiratet und Zeus sie alle umbringt. Ein urkomisches Leseerlebnis für jeden, der Spaß an griechischer Mythologie hat – und für alle anderen garantiert auch!

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Als eingefleischter Rick Riordan und griechischer Mythologie-Fan musste dieses Schätzchen ja früher oder später in meinen Händen landen. Und nun war es endlich soweit. Ich war sehr gespannt darauf einige der berühmte Geschichten über die wichtigsten zwölf olympische Gottheiten und einen ebenso wichtigen Gott, sowie seine Tochter, zu erfahren. Einige kannte ich schon in mehr oder weniger groben Zügen, doch mein Wissen war definitiv noch ausbaufähig. Da kam dieses Buch ja wie gerufen!

Angefangen wird natürlich bei dem Urschleim und allem. Von Gaia, Uranus und ihre Ehekrise, die wirklich sehr amüsant zu lesen war. Über ihre Kinder die Titanen und allerlei Monster. Bis hin zu den Göttern, die (wie alle wissen, die mindestens schon eins von Ricks Büchern gelesen habe) manchmal sowohl ziemlich nervig, als auch dumm und selbstverliebt sein können. Jedes ihrer Egos scheint heller zu strahlen als ein anderes und, sagen wir mal so, die Geschichten, die Percy erzählt, bessern dieses Bild nicht unbedingt. Obwohl es natürlich auch Erzählungen gibt, die mich durchaus Sympathie für die Götter empfinden lassen.

Im Bezug auf das erzählte beschränkt sich Percy sowohl auf das wichtigste, als auch das interessanteste. Jedes Kapitel behandelt einen der zwölf olympischen Götter, sowie Hades und Persephone. Man erfährt ihre Entstehungsgeschichte, meistens beginnend bei ihrer Geburt doch auch da muss der ein oder andere aus der Reihe tanzen. Man lernt ihre Einstellung gegenüber anderen Göttern, Menschen und ihren Kindern kennen. Und einige Auszüge aus ihrem Leben. Einige besonders große Dummheiten oder eine besonders tragische Geschichte, bei der meistens die mit einbezogenen Menschen das schlechtere Los gezogen haben.

Was ich bei alle diesen Geschichten am meisten gelernt habe? Nun, gehe nie ein Verhältnis mit Zeus ein, am Ende bekommst du meistens Heras Zorn zu spüren oder endest als irgendein Tier in das du verwandet wirst.
Hades als Stalker? Klar, warum nicht! Ein verkrüppeltes Baby vom Olymp werfen? Natürlich!
Besonders toll fand ich die Geschichte über Apollos Geburt und wie er gleich zu tanzen und zu singen angefangen hat. Aber auch über Artemis und ihre Jägerinnen. Oder die Geschichte, wie Hermes als Baby Apollos Vieh gestohlen hat. Als Baby!
Es gab den ein oder anderen Moment der mich zum grinsen gebracht hat.
Aber es ging teilweise auch ganz schön blutig in den griechischen Sagen her. Wie oft dort Menschen ermordet und Kämpfe geführt wurden... Und natürlich hatten die Götter mit ihrer Unsterblichkeit einen gewaltigen Vorteil. Sie konnten zwar verletzt, aber nicht getötet werden. Menschen traf es da schon schlechter.

Percys Erzählstil ist sehr angenehm. Und noch wichtiger: sehr verständlich. Man lernt auf knapp 500 Seiten sehr viel über die griechischen Götter. Wirklich, die Hälfte von allem habe ich bestimmt jetzt schon wieder vergessen. ganz zu schweige von den ganzen Namen, die keiner wirklich aussprechen kann. Aber dennoch flogen die Seiten nur so dahin und jedes Kapitel hielt weitere spannende und interessante Infos über einen anderen, individuell nervigen Gott parat.

Ein Muss für jeden, der sein Herz der Mythologie öffnet und ein paar Lesestunden mit den Göttern teilen möchte. Ihre Taten sind manchmal nicht besonders gut durchdacht, aber sie habe, wie wir hier sehr schön sehen, zu einigen erzählenswerten Geschichten geführt.
Unterhaltsam für uns. Nicht immer ganz lustig für die Betroffenen. Aber man macht das Beste draus!

Rezension: Sommerflüstern


Autor: Tanja Voosen
Verlag: impress/Carlsen
Preis: 3,99€ [eBook],  12,99€ [Softcover]
Buchlänge: 308 Seiten


**Ein wunderbar romantisch-verzwickter Sommerroman**

Fange an deinen Lieblingssong zu hassen! Als Taylor an ihrer neuen High School diese merkwürdige Botschaft in ihrem Spind vorfindet, weiß sie zunächst einmal nichts damit anzufangen. Bis sie Monate später auf Hunter Reeves trifft, der nach längerer Abwesenheit seinen – ihren! – Spind wiederhaben will. War die Botschaft etwa für ihn bestimmt? Als sich der Spruch dann noch als Code herausstellt, der zu weiteren Hinweisen führt, ist Taylors Interesse geweckt. Und Hunters auch. Aber seines gilt eher Taylor als der aufkommenden Schnitzeljagd… Die Geschichte geht mit »Herbstflüstern« weiter.

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Ich bin ja nun wirklich keine Tanja Vossen Anfängerin mehr, umso neugieriger war ich natürlich, ob dieses Buch mit den anderen mithalten und mich genauso begeistern würde.
Die Antwort? Ein klares, dickes, fettes JA! 

Von der ersten Seite an konnte Tanjas wunderbarer Schreibstil mich einfangen und in die Welt von Taylor und ihren Mitschüler entführen. Ganz leicht und ungezwungen bin ich in die Seiten der Geschichte eingetaucht und einmal drin, wollten sie mich gar nicht mehr loslassen. 
Taylor würde ich jetzt nicht unbedingt als ganz normales Mädchen bezeichnen, denn sie hebt sich durch ihre Art doch von ihren Mitschülern ab. Zu Beginn des Buchs ist sie eine Einzelgängerin, die niemanden so wirklich an sich heranlässt und nur zu ihrer Schwester eine wirklich starke Verbindung hat. Vergangenes belastet sie und lässt sie nicht wirklich Anschluss an andere finden. 

Doch dann trifft sie (nicht ganz freiwillig) auf Hunter und mit ihm lernt man ihre sarkastische, leicht zynische und einfach eine andere Taylor kennen. Und dann beginnt der Spaß auch schon!
Hunter war mir gleich genauso sympathisch wie Taylor. Mit den Schlagabtäuschen, die sie sich bei jedem Aufeinandertreffen geliefert haben, konnte es aber auch gar nicht anders sein. Beide sind schlagfertig, doch mit der Zeit, die sie miteinander verbringen, lernt man beide auch in ihrer Tiefe kennen.
Hunter ist scheinbar immer gut drauf und lässt sich von Taylor überhaupt nicht einschüchtern oder abweisen. Sein Durchhaltevermögen hat mich stellenweise wirklich beeindruckt. Aber ganz ehrlich, etwas anderes habe ich auch gar nicht erwartet. Doch auch ihn belastet etwas, dass den Verlauf ihrer Geschichte prägt.

Zur Handlung kann ich sagen, dass den Leser eine aufregende Schnitzeljagd erwartet, die so einige Geheimnisse birgt, die es zu lösen gilt. Und auch emotional wartet eine Achterbahn der Gefühle für alle Beteiligten. Es wird witzig, spannend, bitter und und und. Und gegen Ende fährt Tanja noch einmal die ganz großen Geschütze auf. Alles Fäden laufen zusammen und endet mit einem großen Knall. Und das meine ich nicht nur im übertragenen Sinn.

Erneut hat es Tanja geschafft mich mitzureißen, doch ich muss auch sagen, dass das Ende ziemlich... überwältigend war. Und das nicht nur im positiven Sinn. Irgendwie hatte ich etwas anderes erwartet und die Prise Drama am Ende war mir beinahe schon ein bisschen zu viel des Guten.
Aber abgesehen vom Ende habe ich nur sehr wenig Kritik anzubringen. Tanja weiß einfach, wie man schreibt und den Leser für sich gewinnt. Zumindest bei mir hat es funktioniert!

In dem Sinne: Tanja, ich freue mich auf noch weitere Bücher von dir und kann sie jedem nur wärmstens empfehlen!

Rezension: In Gedanken ein Steinadler



Autor: Anika Lorenz
Verlag: Impress (Carlsen)
Preis: 3,99€ [eBook]
Buchlänge: 

**Folge dem Flügelschlagen der Steinadler…**
Nachdem Emma etwas getan hat, das sie nie für möglich gehalten hätte, fällt sie in ein tiefes Loch aus Trauer und Angst. Immer häufiger sucht sie Zuflucht in ihrer Tiergestalt und merkt dabei nicht, dass sie kurz davorsteht, nicht nur sich selbst in den Tieren zu verlieren, sondern auch Nate. Denn mit dem Auftauchen der schönen Wölfin Ava scheint es, als hätte er seine Seelenpartnerin gefunden und Emmas Rivalin setzt alles daran, Nates Herz für sich zu gewinnen. Doch ein gemeinsames Ziel macht sie zu Verbündeten: Sie wollen sich an den Jägern rächen, die ihnen so viel genommen haben…

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Es ist eine Weile her, seitdem ich den zweiten Band der „Heart against soul“-Reihe gelesen habe, aber nun habe ich ihn mir doch vorgenommen. Ein Grund war, dass mich der zweite Band nicht mehr ganz so überzeugt zurückgelassen hat, wie der erste. Doch nun soll es um den dritten Band gehen:

„In Gedanken ein Steinadler“ beginnt ein paar Wochen nach dem Ende des zweiten Bands, dass besonders für die Protagonistin Emma sehr nervenaufreibend und emotional war. Der schwere Verlust belastet sie und sie flüchtet immer öfter in ihre Tiergestalten. Verständlich. Und natürlich plagen sie Schuldgefühle, die für alle, außer sie natürlich, nicht gerechtfertigt erscheinen.
Doch nach einiger Zeit gelangt sie zu der ein oder anderen Erkenntnis und eine neue Motivation breitet sich in ihr aus: Rache. Der Gedanke daran Jäger zu töten, einen Tod zu rächen und andere zu beschützen.
Hartes Training, einige wundersame Eigenschaften und bald kommt eins zum anderen und die Jäger stehen vor der Tür.

Emmas Gefühlschaos zu Beginn des Buchs ist absolut nachvollziehbar, aber das heißt nicht, dass ich es gutheiße, wie sie sich versteckt und von allen zurückzieht. Sie musste in den letzten Wochen und Monaten einiges durchstehen, dabei hat sie jedoch auch tolle Freunde gefunden, die sie unterstützen. 
Zum Glück hält diese Phase nicht allzu lange an und es kommt Schwung in die Geschichte. Es gibt schließlich einen Grund, warum sie flüchten mussten: die Jäger. Die eine ziemlich große Rolle in diesem Band einnehmen. Emma möchte Kämpfen, doch das können sie und ihre Freunde natürlich nicht alleine und so kommt es, dass es einige Zeit lang in ihrem Haus von Gastaltwandlern nur so wimmelt. Alle so unterschiedlich, wie das Tier, das in ihnen schlummert. Wir haben einen Löwen, der mir mit der Zeit immer sympathischer wurde, sogar einen Eisbären und natürlich Raubkatzen.

Die große Figurenvielfalt sorgte mit unter dafür, dass es spannend blieb, einfach weil es so viele neue Personen kennen zu lernen galt. Dabei rückten natürlich einige Personen mehr in den Fokus als andere. Allem voran die Polarwölfin Alva, zu zusätzlichen Spannungen zwischen Emma und Nate führt. Und damit auch zu Spannungen zwischen Emma und Liam. Ihre Gefühle in der Hinsicht sind verwirrte denn je.

Man erkennt in diesem Band eine deutliche Entwicklung, die die Protagonistin Emma durchlebt, wenn auch sie nicht in allen Bereichen ihres Lebens weiterkommt. Das finde ich gut. Fortschritte sind natürlich auch notwendig, doch wie Emma an einer Stelle auch selbst sagt: sie ist nicht mehr die, die sie noch vor einem Jahr war. Viel Verändert sich in ihrem Leben, hat sich verändert und wird sich noch verändern, dass geht nicht spurlos an einem Vorbei. 
Stellenweise waren mir die Sprünge jedoch etwas zu heftig in einem kurzen Zeitraum.

Insgesamt ein gelungener dritter Band der Reihe, dessen Ende mich auf jeden Fall neugierig auf den nächsten gemacht hat. Ein solider Spannungsbogen, der mich jedoch nicht mit großartigen Wendepunkten überrascht hat. Hierbei sehe ich definitiv Verbesserungsbedarf.

Solide, geht aber besser und ich hoffe dieses besser in den nächsten Bänden zu finden. 

Rezension: Das Lied von Eis und Feuer - Die Heeren von Winterfell


Autor: George R. R. Martin
Verlag: blanvalet (Verlagsgruppe Random House)
Preis: 16,00€ [Paperback]
Buchlänge: 576 Seiten

Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!

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Nachdem ich die erste Staffel Game of Thrones gesehen habe, war für mich klar, dass ich nun auch diese Bücher würde lesen müssen. Bereits ein längerer Plan, den ich aber jetzt erst geschafft habe umzusetzen. Dadurch das mich die Serie auch so begeistert hat, war ich aber natürlich nur umso gespannter auf das Buch und dementsprechend hoch meine Anforderungen. 

Hatte ich Sorgen, wurden sie mir spätestens nach wenigen Seiten genommen. Ohne große Probleme habe ich den Einstieg ins Buch gefunden. Ein flüssiger Schreibstil und meine Neugier waren dabei natürlich ungeheuer hilfreich.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und detailliert. Dadurch fiel es mir sehr leicht mir alles vorzustellen. Vielleicht bin ich, was das anbelangt, ein bisschen vorbelastet bin. Aber egal, ich finde den Schreibstil jedenfalls sehr angenehm und freue mich allein deswegen schon die nächsten Bände zu lesen.

Gleich im ersten Kapitel, vom Prolog einmal abgesehen, wird man bereits mit jeder Menge Namen und Charakteren konfrontiert. Ich hatte schon davon gehört, dass es einem zu Anfangs schwer fallen könnte alle auseinander zu halten, doch dadurch, dass ich die erste Staffel bereits geschaut habe, kam ich ziemlich gut zurecht.
Da hätten wir einmal die Starks, die Herrscher über Winterfell: Ned, Catlyn, Robb, Sansa, Arya, Bran und Rickon. Die meisten der Starks sind mir von Anfang an ziemlich sympathisch. Ned allen voran, dicht gefolgt von Arya.
Aber zu der Familie Stark gehört auch noch Neds Bastardsohn Jon Schnee, der sich bereits zu einem meiner Lieblinge gewandelt hat. Ebenso Tyrion Lennister, der aus der Familie der Lennisters stammt, deren Mitglieder mir noch nicht sonderlich viele Gründe gegeben haben sie zu mögen. Doch Tyrion... Als Zwerg und mit seiner zynischen, sarkastischen aber dennoch liebenswerten Art hat er sich einen Platz ganz oben gesichert.
Alles bisher genannten Charaktere leben in Westeros, doch dann gibt es auch noch Daenerys Targaryan. Ein sehr interessantes Mädchen, dass als Baby mit ihrem Bruder aus Westeros fliehen musste.

Durch die vielen Charaktere, ist es natürlich nur logisch, dass die Kapitel nicht nur aus einer einzigen Sichtweise geschildert sind. Viele Perspektiven, durch die man einen guten Eindruck der Lage erhält. Zum Inhalt kann man wirklich nicht viel sagen. Aber alles beginnt, als König Robert nach Winterfell kommt und Ned zu seiner rechten Hand macht. Dieses Angebot, ein vorangegangener Tod, ein Ereignis auf Winterfell und jede Menge Lügen und Intrigen bringen einen Stein ums andere zum Rollen und schon bald kann sich niemand mehr so wirklich in Sicherheit wiegen.

Sehr spannend geschrieben. Mit jeder Menge interessanter Charaktere, von denen man einige sofort ins Herz schließen kann und anderen zur gleichen Zeit den Tod an den Hals wünscht.
Insgesamt ein mehr als gelungener Auftakt einer Reihe, die noch jede Menge Spannung, Kämpfe, Intrigen und Überraschungen birgt.