Rezension: In Gedanken ein Steinadler



Autor: Anika Lorenz
Verlag: Impress (Carlsen)
Preis: 3,99€ [eBook]
Buchlänge: 

**Folge dem Flügelschlagen der Steinadler…**
Nachdem Emma etwas getan hat, das sie nie für möglich gehalten hätte, fällt sie in ein tiefes Loch aus Trauer und Angst. Immer häufiger sucht sie Zuflucht in ihrer Tiergestalt und merkt dabei nicht, dass sie kurz davorsteht, nicht nur sich selbst in den Tieren zu verlieren, sondern auch Nate. Denn mit dem Auftauchen der schönen Wölfin Ava scheint es, als hätte er seine Seelenpartnerin gefunden und Emmas Rivalin setzt alles daran, Nates Herz für sich zu gewinnen. Doch ein gemeinsames Ziel macht sie zu Verbündeten: Sie wollen sich an den Jägern rächen, die ihnen so viel genommen haben…

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Es ist eine Weile her, seitdem ich den zweiten Band der „Heart against soul“-Reihe gelesen habe, aber nun habe ich ihn mir doch vorgenommen. Ein Grund war, dass mich der zweite Band nicht mehr ganz so überzeugt zurückgelassen hat, wie der erste. Doch nun soll es um den dritten Band gehen:

„In Gedanken ein Steinadler“ beginnt ein paar Wochen nach dem Ende des zweiten Bands, dass besonders für die Protagonistin Emma sehr nervenaufreibend und emotional war. Der schwere Verlust belastet sie und sie flüchtet immer öfter in ihre Tiergestalten. Verständlich. Und natürlich plagen sie Schuldgefühle, die für alle, außer sie natürlich, nicht gerechtfertigt erscheinen.
Doch nach einiger Zeit gelangt sie zu der ein oder anderen Erkenntnis und eine neue Motivation breitet sich in ihr aus: Rache. Der Gedanke daran Jäger zu töten, einen Tod zu rächen und andere zu beschützen.
Hartes Training, einige wundersame Eigenschaften und bald kommt eins zum anderen und die Jäger stehen vor der Tür.

Emmas Gefühlschaos zu Beginn des Buchs ist absolut nachvollziehbar, aber das heißt nicht, dass ich es gutheiße, wie sie sich versteckt und von allen zurückzieht. Sie musste in den letzten Wochen und Monaten einiges durchstehen, dabei hat sie jedoch auch tolle Freunde gefunden, die sie unterstützen. 
Zum Glück hält diese Phase nicht allzu lange an und es kommt Schwung in die Geschichte. Es gibt schließlich einen Grund, warum sie flüchten mussten: die Jäger. Die eine ziemlich große Rolle in diesem Band einnehmen. Emma möchte Kämpfen, doch das können sie und ihre Freunde natürlich nicht alleine und so kommt es, dass es einige Zeit lang in ihrem Haus von Gastaltwandlern nur so wimmelt. Alle so unterschiedlich, wie das Tier, das in ihnen schlummert. Wir haben einen Löwen, der mir mit der Zeit immer sympathischer wurde, sogar einen Eisbären und natürlich Raubkatzen.

Die große Figurenvielfalt sorgte mit unter dafür, dass es spannend blieb, einfach weil es so viele neue Personen kennen zu lernen galt. Dabei rückten natürlich einige Personen mehr in den Fokus als andere. Allem voran die Polarwölfin Alva, zu zusätzlichen Spannungen zwischen Emma und Nate führt. Und damit auch zu Spannungen zwischen Emma und Liam. Ihre Gefühle in der Hinsicht sind verwirrte denn je.

Man erkennt in diesem Band eine deutliche Entwicklung, die die Protagonistin Emma durchlebt, wenn auch sie nicht in allen Bereichen ihres Lebens weiterkommt. Das finde ich gut. Fortschritte sind natürlich auch notwendig, doch wie Emma an einer Stelle auch selbst sagt: sie ist nicht mehr die, die sie noch vor einem Jahr war. Viel Verändert sich in ihrem Leben, hat sich verändert und wird sich noch verändern, dass geht nicht spurlos an einem Vorbei. 
Stellenweise waren mir die Sprünge jedoch etwas zu heftig in einem kurzen Zeitraum.

Insgesamt ein gelungener dritter Band der Reihe, dessen Ende mich auf jeden Fall neugierig auf den nächsten gemacht hat. Ein solider Spannungsbogen, der mich jedoch nicht mit großartigen Wendepunkten überrascht hat. Hierbei sehe ich definitiv Verbesserungsbedarf.

Solide, geht aber besser und ich hoffe dieses besser in den nächsten Bänden zu finden. 

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