Freitag, 20. Oktober 2017

Rezension: Turion



Autor: Teresa Kuba
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 4,99€ [eBook]; 14,90€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 578 Seiten

Clemens' Haare sind schwarz wie Tinte und seine Augen bernsteinfarben wie die einer Katze. Seit die sechzehnjährige Elaina den geheimnisvollen neuen Mitschüler das erste Mal gesehen hat, fühlt sie sich auf unerklärliche Weise mit ihm verbunden. Doch wieso vermeidet er es, sie zu berühren, als hätte sie eine ansteckende Krankheit? Warum verhält er sich manchmal so sonderbar, als stamme er aus einer anderen Zeit und wohin verschwindet er dauernd? Als Elaina seine Schulakten ausspioniert, macht sie eine unglaubliche Entdeckung und befindet sich bald in größter Gefahr...

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Einen Anfang für diese Rezi zu finden fällt mir gerade gar nicht so leicht... Aber okay, beginnen wir einfach mal beim Anfang.

Der Einstieg ins Buch viel mir nicht ganz so leicht, doch nach ein paar Kapiteln war meine Neugier geweckt und meine Augen klebten förmlich an den Seiten. Der Schreibstil ist sehr angenehm und macht es dem Leser wirklich einfach sich in der Geschichte zu verlieren und die Charaktere kennen zu lernen. Wenn auch nicht gleich lieben.

Elaina hat keine Familie mehr und beklagt den Verlust ihrer besten Freundin. In sich zurückgezogen knüpft sie nur widerwillig neue Kontakte zu ihren Mitschülern des Internats, das sie jetzt besucht. 
Doch dann lernt sie Turion kennen, dessen Ausstrahlung und die Informationen, die man über ihn erhielt, förmlich schrien: VAMPIR! Was bin ich froh, dass er dann doch KEINER war, sondern nur ein anderes mythisches Fabelwesen, das das ein oder andere Geheimnisse birgt. 
Turions Charakter ist sehr wankelmütig, was sich natürlich auch zu seiner Beziehung zu Elaina überträgt. Teilweise war ich ziemlich genervt von diesem ganzen Hin und Her. Nicht nur Elaina war zwischenzeitlich echt verwirrt. Doch da war auch diese unwiderstehliche Anziehungskraft zwischen beiden, die sie scheinbar immer wieder zueinander geführt hat. (Manchmal auch ein bisschen nervig, da stellenweise wirklich gegen jegliche Vernunft gehandelt wurde.)

Die Handlung beginnt wie eine typischer Geschichte, in der ein Mädchen auf eine neue Schule kommt und irgendwann auf den mysteriösen Typen trifft. Lange Zeit wusste ich also nicht worauf alles hinauslaufen sollte und selbst nach aber der Hälfte des Buches war ich teilweise noch echt ratlos. 
Die erste Hälfte hat mich dermaßen gefesselt, dass ich sie in einem Rutsch gelesen habe. Soweit war auch alles noch ziemlich normal. Doch dann begann plötzlich das Abnormale sich in die Geschichte zu schleichen und es kamen jede Menge Fragen auf. Und Turion war nicht besonders auskunftsfreudig. Zwischenzeitlich wäre mir wohl an Elainas Stelle der Kragen geplatzt und ich hätte Antworten verlangt, doch sie vertraut ihm und ihrer Liebe. *hust* naiv *hust* 
Die anhaltende Verwirrung hat meinen Lesefluss ein wenig gehemmt, doch auf den letzten 50 Seiten kam die Geschichte noch einmal richtig ins Rollen.. 
Es passiert viel und schnell, vielleicht ein bisschen zu schnell mit zu wenigen Erklärungen, doch nach und nach geht einem als Leser ein Licht auf. Am Ende werden aber nicht alle Fragen geklärt, was auf eine mögliche Fortsetzung hoffen lässt.

Insgesamt hat mir „Turion“ ziemlich gut gefallen, wenn auch mich das widersprüchliche und, manchmal für mich, unlogische Handeln der Protagonisten zeitweise gestört hat. Den Ausgleich bekam ich durch einen sehr ansprechenden Schreibstil und einer Fantasyidee, die wirkliches Potential bietet und den Leser in eine Welt entführt, wie ich sie noch nicht erlebt habe. 

3, 5 von 5 Sternen.

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