Dienstag, 14. November 2017

Rezension: Smaragdgrün


Autor: Kerstin Gier
Verlag: Arena
Preis: 14,99 [eBook]; 18,99€ [Hardcover]
Buchlänge: 496 Seiten 

Die Fäden, die der zwielichtige Graf von Saint Germain in der Vergangenheit gesponnen hat, ziehen sich nun auch in der Gegenwart zu einem gefährlichen Netz zusammen. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, müssen Gwendolyn und Gideon nicht nur auf einem rauschenden Ball im 18. Jahrhundert zusammen Menuett tanzen, sondern sich in jeder Zeit kopfüber ins Abenteuer stürzen ...

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Und für mein Empfinden viel zu früh bin ich beim dritten Band und somit auch beim Ende der Edelstein Trilogie angekommen. Von mir aus hätten es gut und gerne noch einmal hundert Seiten mehr sein können. Ich habe die Charaktere mit der Zeit einfach viel zu lieb gewonnen. 

Nachdem der 2. Band mit seinem Ende für jede Menge Wirbel gesorgt hat, war ich natürlich gespannt, wie nun im letzten Band alle Fäden zusammenlaufen würden. Viele Fragen und Zusammenhänge mussten noch geklärt werden und so stürzte ich mich ohne groß Nachzudenken in die Seiten.
Gweny erliegt mal wieder ihrem Gefühlschaos, was ja nicht das erste mal der Fall ist und das komplizierte wird dadurch nur noch komplizierter. Klischeehafter Fall von mangelnder Kommunikation. Eigentlich stören mich solche Klischees oft, doch in diesem Fall war das überraschender Weise überhaupt nicht der Fall. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu weich mit meiner Kritik, weil mir das Gesamtbild so gut gefällt.
Aber nicht nur Gwendolyn ist etwas neben der Spur, auch wenn sie sich dafür noch ganz gut hält, sondern auch Gideon machen die zurückliegenden Ereignisse zu schaffen, denn der Junge hat einigen Stoff zum Nachdenken bekommen.
Und als wäre das nicht schon genug, wartet ein großartiger, pompöser Ball auf die zwei in der Vergangenheit, der ungeahnte Erkenntnisse an Tageslicht bringt.

Wäre ich nicht so mit anderen Dingen eingespannt gewesen und hätte zwischendurch nicht auch noch essen, trinken und schlafen gemusst (eigentlich total toll, aber nicht, wenn es einen vom Lesen abhält!), hätte ich auch diesen Band in einem Rutsch durchgelesen. Schon von Anfang an begleite ich Gwen sehr gerne auf ihrem Abenteuer und stehe Höhen und Tiefen mit ihr durch - und nicht selten hat sie mich dabei zum Schmunzeln gebracht.
Und an Spannung hat es in "Smaragdgrün" auch nicht gemangelt. Das ich einige der Auflösung bereits erahnt habe, hat dem ganzen auch keinen Abbruch getan, dafür haben mich andere Auflösung umso mehr überrascht, weil ich damit wirklich überhaupt nicht gerechnet habe.
Sehr schön finde ich auch, dass am Ende nicht noch einmal alle Register gezogen wurden, um ein möglichst aktiongeladenes Finale dem Leser zu präsentieren (das hätte meiner Meinung nach auch nicht zur Story gepasst), sondern es für mich sehr stimmig wirkt. 
Ein paar Fragen bleiben natürlich trotzdem offen, doch das finde ich überhaupt nicht schlimm. Keine weltbewegenden, die die ganze Geschichte noch einmal umkrempeln könnte, doch solche Kleinigkeiten, die einen begeisterten Leser interessieren. Und das bin ich definitiv!

Ein sehr schöner Abschluss einer Trilogie, die nicht umsonst verfilmt wurde (auch wenn die Filme zunehmend von den Büchern abweichen) und bereits tausende Leser begeistert hat. Für mich sind die Bücher rundum gelungen (auch wenn es hier und da vielleicht eine winzige Kleinigkeit anzumerken gibt) und gehören zu denen, die man gerne auch noch ein zweites oder drittes Mal liest.

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