Freitag, 8. Dezember 2017

Rezension: Tintenherz


Autor: Cornelia Funke
Verlag: Dressler
Preis: 8,99€ [Taschenbuch]; 19,90€ [Hardcover]
Buchlänge: 567 Seiten

Ein unheimlicher Gast taucht nachts bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Er warnt Mo vor einem Mann namens Capricorn. Am nächsten Morgen reist Mo mit Meggie zu ihrer Tante Elinor und versteckt das Buch, um das sich
alles dreht. Ein Buch, das Mo vor vielen Jahren gelesen hat und das jetzt in den Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers rückt. Ein Abenteuer, in dessen Verlauf Meggie nicht nur das Geheimnis um Zauberzunge und Capricorn löst, sondern auch selbst in große Gefahr gerät.

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Und schon wieder eine Rezension, bei der mir der Beginn alles andere als leicht fällt...

"Tintenherz" bildet den Auftakt einer Trilogie, die mich nicht zum ersten Mal in ihren Bann zieht. Ich weiß noch, wie ich vor ein paar Jahren zum ersten Mal von dem Buch gehört habe und gleichzeitig den Film gesehen habe (wie bei vielen Filmen kommt er an das Buch nicht ansatzweise heran). Wie dem auch sei: Ich war sofort fasziniert. Von der Geschichte, von Mos Talent und Gabe und von der Charakteren im Allgemeinen.

Meggie ist zwar erst zwölf Jahre alt und damit eine recht junge Protagonistin (im Vergleich zu den Protagonistinnen in den anderen Büchern, die ich lese), doch sie ist ein helles Köpfchen. Schlau, mutig und mit ihrem Vater durch ein ganz besonderes Vater-Tochter-Verhältnis verbunden. Aber er ist schließlich auch alles, was sie noch hat, nachdem ihre Mutter (mehr als unfreiwillig) von Mo in eins seiner Bücher gesogen wurde. 
Fortan sind Mo und Meggie auf sich allein gestellt, den mit dem Verschwinden von Meggies Mutter tauchten andere gestalten auf. Finstere und nicht ganz so finstere. Und 9 Jahre später sollten sie mächtig für ärger sorgen...

Die Geschichte rund um Meggie und Mo beginnt in einer düsteren, regnerischen Nacht, und diese Stimmung zog sich durch viele Passagen des Buchs. Seit Staubfingers Auftauchen in dieser Nacht hängt ein dunkler Schatten fortan über Meggie und Mo. Er begleitet sie zu Elinor, der größten Buchliebhaberin, die ich bis jetzt kennengelernt habe, zu Capricorns Festung und in jede Menge gefährliche Situationen. 

"Tintenherz" hat mich von der ersten Seite an mit seinem spannenden Schreibstil überzeugt. Er konnte mir Bilder in den Kopf pflanzen, die mir das Gefühl gaben wirklich und wahrhaftig an ihren Seiten zu sein, zu sehen, was sie sahen und zu fühlen, was sie fühlten. Die Überraschung, der Unglaube, die Angst. Aber auch die Neugier und das Unglaubliche, dass dieser Geschichte beiwohnte. 

"Vielleicht gibt es hinter der gedruckten Geschichte eine andere, viel größere Geschichte, die sich ebenso wandelt, wie unsere Welt es tut?"


Aber ein sehr guter Schreibstil allein reicht natürlich nicht aus. Umso erfreuter war ich, als mich die Geschichte immer mehr in sich einsog und mit ebenso interessanten Charakteren aufwarten kann. Er macht nicht nur unglaubliche Freude Mo und Meggie beizuwohnen, sondern auch Staubfinger kennen zu lernen, der mich von seinem ersten Auftritt an mehr als fasziniert hat, auch wenn meine Gefühle ihm gegenüber zwischenzeitlich zwiespältiger Natur waren. 
Einige Charaktere mochte ich vom ersten Augenblick an, einige verabscheute ich vom ersten Augenblick an. Und einige mussten sich erst beweisen. 

Ich bin gespannt, wie sich alles im zweiten Band weiterentwickelt und freue mich Meggie und Co. wieder zu sehen. Noch sind einige Fragen offen. Noch Handlungsstränge wollen weiter geführt werden. Und ich habe noch lange nicht genug!

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