Mittwoch, 3. Januar 2018

Rezension: Vom Glück der winterlichen Dinge


Autor: Marina Boos
Verlag: Knaur
Preis: 12,99€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 320 Seiten


In Müggebach stehen mit dem Winter auch neue Probleme für Jule und ihr Café vor der Tür: Die Dorfbewohner halten die »Lindenblüte« noch immer wahlweise für die Starbucks-Hölle oder ein Sammelbecken für schrullige Sonderlinge, Jule wird zum Wahlkampf-Thema und ihre Helfer haben plötzlich allerhand zeitraubende Projekte wie ein drittes Kind, einen Laden für regionale Waren oder die veraltete Dorfbibliothek.
Doch so leicht lässt sich Jule nicht unterkriegen. Und nebenbei bereitet sie mit ihrer Handarbeitsgruppe den Weihnachtsmarkt vor. Es darf also wieder nach Herzenslust (nach-)gebastelt, gekocht und gewerkelt werden!

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Passend zu dieser besonderen Zeit im Jahr dreht sich in dem Buch, welches ich über die Festtage gelesen habe, natürlich alles um Weihnachten. Es ist bereits eine Weile her, seit ich Jules Welt das letzte Mal betreten habe (gut anderthalb Jahre), aber ich hatte überhaupt keine Probleme mich wieder in die Geschichte einzufinden. Gut, das ein oder andere Mal hatte ich Probleme die Charaktere wieder in den Kontext einzuordnen, doch das Gefühl der Geschichte habe ich sofort wider gespürt. 

Jule ist noch immer genauso kreativ wie im ersten Band und bei dem ganzen Gebastle und Selbstgemachtem habe ich sofort Lust bekommen ebenfalls handwerklich ein wenig kreativ zu werden. Vorerst habe ich mich dann aber doch dazu entschieden Jules Werdegang weiter zu verfolgen. Denn im ersten Band konnte sie ihr kleines Cafè die "Lindenblüte" zwar erfolgreich eröffnen, doch Arbeit wartet noch immer jede Menge auf sie und von allen im Dorf wird sie immer noch nicht akzeptiert. Jules To-do-Liste nimmt eine beachtliche Länge an...

Die Geschichte an sich setzt circa ein halbe Jahr nach den Geschehnissen des vorherigen Bands ein. Es wird winterlich, diesen Umstand lässt Jule den Leser keine einzige Sekunde vergessen, und Weihnachtsstimmung macht sich breit. Man merkt, dass Jule diese Zeit einfach liebt. 
Aber abgesehen davon, dass sie kaum die Zeit abwarten kann um die Weihnachtsdekoration überall im Haus und Café zu verteilen, steht der alljährliche Weihnachtsmarkt vor der Tür.
Alles könnte so behaglich sein. Wäre da nicht Jules voller Terminkalender, der Stress mit ihrer Mutter, das Café (das sie zwar liebt, dass aber auch jede Menge Arbeit verursacht) und die Tatsache, dass der Weihnachtsmarkt auf einmal wegen Bauarbeiten nicht stattfinden soll. Darüber sind alle Bewohner am meisten schockiert. Doch alle sind sich einig: Eine Lösung muss her!
Tja, einfacher gesagt, als getan, doch so einfach gibt niemand auf.

Zu verfolgen, wie sich die Bewohner und Jule um eine Lösung bemühe, hat mir wirklich Spaß gemacht. „Vom Glück der winterlichen Dinge“ ist, wie sein Vorgänger auch, kein Buch, dass vor Spannung strotzt und wo man an jeder Ecke eine neue überraschende Wendung erwartet. Es ist leicht, seicht und ganz zum entspannen. Der angenehme Schreibstil unterstützt diesen Umstand. 

Man lernt in diesem Band nicht nur Jule noch ein bisschen besser kenne, sondern auch einige der Bewohner von Müggebach. So zum Beispiel Mika, mit dem Jule im ersten Band einige Starkschwierigkeiten hatte, nun aber mehr als gut auskommt. Aber es treten auch einige neue Charaktere auf die Bildfläche, die die Geschichte interessant gestalten und die man nicht vom ersten Augenblick an perfekt einschätzen kann.

Gleichzeitig habe ich jedoch auch einen Kritikpunkt. Und zwar fehlten mir an manchen Stellen ein paar Informationen, die, meiner Meinung nach, durch einen geschickten Nebensatz hätten eingefügt werden können. So erlebt man beispielsweise Jules Aktionen mit, jedoch nicht die Antwort. Dadurch sind bei mir noch einige Fragen offen geblieben. 
Andererseits hat es meine Neugier geweckt weiter zu lesen, um zu erfahren, was nun passiert. 

Insgesamt konnte der zweite Band wunderbar an "Das Glück der handgemachten Dinge" anschießen und den Leser erneut in das Dorf Müggebach entführen, dass so einige Eigenheiten besitzt und von liebenswerten (okay, manchmal auch nicht ganz so liebenswerten) Einwohnern bevölkert wird.  

Ich für meinen Teil freue mich bereits auf den dritten Band rund um Jules Welt.

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