Rezension: Bob und wie er die Welt sieht



Autor: James Bowen
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 6,99€ [eBook]; 10,00€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 248 Seiten

Wie geht die Geschichte von Bob, dem Streuner weiter?

Seit Bob da ist, hat sich mein Leben sehr verändert. Ich war ein obdachloser Straßenmusiker ohne Perspektive und ohne eine Idee, was ich aus meinem Leben machen sollte. Nun stehe ich wieder mit zwei Beinen auf der Erde, ich habe die Vergangenheit hinter mir gelassen, aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Ich brauche wohl immer noch Unterstützung, um auf meinem Weg zu bleiben. Zum Glück steht mir Bob mit seiner Freundschaft und seiner Klugheit zur Seite.

Die wunderbare Geschichte der Freundschaft zwischen James und seinem Kater wurde mit "Bob, der Streuner" zum Welt-Bestseller. In seinem neuen Buch erzählt James, wie Bob ihm in harten Zeiten und selbst in lebensgefährlichen Situationen immer wieder den Weg weist.
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Ganz ehrlich? Ich bin kein Katzenmensch. Aber selbst in mein Herz hat sich Bob mit Leichtigkeit geschlichen. Dieses kleine rote Pelzknäuel ist einfach nur liebenswürdig. Die Art, wie James Bowen über Bob redet trägt natürlich auch dazu bei, dass man Bob einfach lieben muss.
So ein gutes Team und dabei haben sie es wirklich nicht leicht.

Im ersten Band habe ich die beiden ja bereits kennen gelernt. Wie James Bob trifft, die beiden ein Team werden und das ein oder andere Abenteuer erleben. Es war schon damals unglaublich toll ihr Leben zu verfolgen und hat mir in gewisser Weise auch die Augen geöffnet.
Und so war es auch in diesem Band. James und Bob haben zueinander gefunden und gebe einander halt. Doch James Leben ist immer noch unsicher. Als Zeitungsverkäufer auf der Straße ist ein geregeltes Einkommen schwierig und auch sonst haben sie mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Doch die zwei wären nicht James und Bob, wenn sie das nicht meistern würden. Und solange sie zusammen sind schaffen sie das allemal.


Besonders fasziniert mich an dieser Geschichte, dass sie real ist. All das, was ich im Buch gelesen habe, hat sich wirklich so zugetragen. Man sieht in diesem Buch deutlich, wie sehr ein Tier das Leben eines Menschen bereichern kann und es schafft ihn aus dem Tief herauszuziehen. Und bei James Vergangenheit hat er einen so guten Freund wie Bob auch dringend nötig. Durch ihn findet er wieder einen richtige Zugang zum Leben und diese Hoffnung ist wundervoll. Ich bin wirklich froh, dass James seine Geschichte mit uns teilt. Besonders weil es für ihn alles andere als einfach ist über seine Vergangenheit zu reden, wie er selbst schreibt.
Verständlich, dennoch bin ich froh, dass er es tut, denn es trägt dazu bei einem die Augen zu öffnen. Wer, mir einem gesicherten Lebensunterhalt und einem festen Platz in der Gesellschaft, kann schon von allein nachvollziehen, was es heißt obdachlos zu sein und von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden? Meine Vorstellungen waren vor dem Lesen von „Bob, der Streuner“ und „Bob und wie er die Welt sieht“ sehr wage.

Diese vielen kleinen Geschichten, die dieses Buch umfasst, waren teils amüsant, spannend und informativ. Besonders die lustigen Geschichten mit Bob und in welche komischen Situationen er sich immer wieder bringt, habe ich mit Freude verfolgt. Aber mich hat auch sehr der letzte Abschnitt interessiert, indem der Leser erfährt, wie es zu dem ersten Buch „Bob, der Streuner“ gekommen ist, James daran gearbeitet hat und eigentlich gar nicht glaube konnte, dass er damit auch nur ansatzweise so etwas wie Erfolg haben könnte.
Tja, wenn er sich da nicht einmal getäuscht hat...

Der Schreibstil ist, wie im ersten Band bereits, sehr angenehm und flüssig. Ich hatte keinerlei Probleme mehrere Seiten am Stück zu lesen und wurde nicht müde James und Bobs Leben und Abenteuer zu verfolgen.

Insgesamt hat mir dieser zweite Band mit noch mehr Geschichten rund um James und den kleinen roten Kater sehr gut gefallen!

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