Mittwoch, 21. März 2018

Rezension: Nordlicht. Im Land der wilden Pferde


Autor: Karin Müller
Verlag: Schneiderbuch
Preis: 8,99€ [Amazon Kindle]; 10,00€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 224 Seiten

Ausgerechnet Island – Schnee, Eis und Kälte! Die 15-jährige Elin ist alles andere als begeistert, als sie mit ihrer Mutter nach Island reisen muss. Und dann ist auch noch ein Ausritt auf Islandpferden geplant! Dabei ist für Elin eigentlich ganz klar: Pferde und Reiten, das war mal! Doch als sie auf Island ankommt, spürt sie sofort eine besondere, geheimnisvolle Verbindung zu der Insel, die sie zunächst nicht deuten kann. Und diese Verbindung wird stärker, als sie einen Ausritt unternehmen und auf Kári und eine Herde Wildpferde treffen …

Ein wunderschönes Pferdeabenteuer im Land der Elfen, Feen und Trolle mit einem Hauch Romantik!

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Ein Pferdebuch. Ich weiß nicht, wann ich zu Letzt ein Buch gelesen habe, in dem Pferde eine derart zentrale Rolle einnehmen. Genau aus diesem Grund bin ich an die Geschichte auch ohne großartige Erwartungen herangegangen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Elin ist zu Beginn der Reise, gelinde gesagt, nicht besonders begeistert nach Island zu reisen. Dort ist es kalt und was soll man dort schon großartig erleben? Wenn sie sich da nicht getäuscht und dieses wunderbare Land unterschätzt hat...
Mit Elin musste ich erst warm werden, was besonders an ihrer Einstellung gelegen hat. Ich persönlich finde Island sehr faszinierend und konnte daher nicht verstehen, dass Elin keine Lust auf diesen Ausflug hat. Zum Glück hat sich das schnell geändert und Elin hat bald nach der Ankunft den Zauber kennengelernt, der die Insel umgibt. Zusammen mit Elin erlebt man, was Touristen auf dieser kleinen Insel nun einmal anzieht: heiße Bäder, Walbeobachtungen und in Elins Fall: Ausflüge per Pferd. Letzteres könnte so schön sein, wenn Elins Verhältnis Pferden noch immer so unbeschwert wie früher wäre.

Auf diesen 200 Seiten, die die Geschichte umfassen lernt man Elin und ihre Gedanken und Motive sehr gut kennen. Man lernt sie vor allem zu verstehen und was es mit ihr und den Pferden auf sich hat. Den Schmerz, den sie in sich trägt. Aber auch diese besondere Verbindung deren Kern nur neu entfacht werden muss. Elin ist eine typische Jugendliche, die ich mit der Zeit sehr mögen gelernt habe.
Die besondere Ausstrahlung Islands, zu der auch der Glaube an Elfen, Trolle und Ähnliches gehört, nimmt auch Elin bald gefangen. Und der Grund dafür ist nicht nur ihre Mutter, die in der Richtung einen außerordentlichen Glauben nachhängt. Nein, vielmehr ist es die Insel selbst und ein Junge, den sie an ihrem ersten Tag dort kennenlernt. Er hat etwas eigensinniges an sich. Im positiven Sinne. Auch ich wollte von seinem ersten Auftritt an mehr von ihm erfahren. Und ich will es immer noch.

Positiv aufgefallen ist mir dadurch auch, dass am Ende jedes Kapitel ein paar Absätze aus seiner Sicht kamen. Dadurch hat man als Leser noch mehr Eindrücke sammeln können. Auch der Schreibstil an sich hat mir sehr gefallen. Er passt super zur Stimmung des Buchs und kann gleichzeitig diesen jugendlichen Ton vermitteln.

Zur Geschichte an sich: Man lernt Island kennen, Elin und Kári, bekommt einen Einblick darin wie es ist, wenn man eine besondere Verbindung zu Pferden hat und was ein paar Tage Island mit einem Anstellen kann. Der Pferdeaspekt steht wirklich sehr im Vordergrund, aber es hat mich keineswegs erschlagen.

Nordlicht. Im Land der wilden Pferde“ bildet einen interessanten Auftakt, der definitiv Lust auf mehr macht. Viele Fragen sind noch offen und ich bin sehr gespannt darauf wie es weitergeht.

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