Sonntag, 4. März 2018

Rezension: Wie Regen in der Wüste


Autor: Kira Gembri, Lena König
Verlag: -
Preis: 1,99€ [Amazon Kindle]; 9,95€ [Taschenbuch]
Buchlänge: 290 Seiten

Es hätte der bisher glücklichste Tag in Lirias Leben werden sollen – stattdessen erweist er sich als der schlimmste: Aus heiterem Himmel wird ihre Heimatstadt von berittenen Kriegern angegriffen, und Liria wird von einem der Männer verschleppt. Fortan muss sie beim Volk der Thokori leben, in ständiger Angst davor, wann ihr Entführer Thrakon erstmals Hand an sie legt. Doch mit der Zeit gewöhnt sich Liria immer mehr an die Bräuche des Wüstenclans, und auch Thrakon scheint ganz anders zu sein als gedacht. Bald kann Liria ihren eigenen Gefühlen nicht mehr trauen – denn hat es wirklich noch mit Furcht zu tun, wenn ihr Herz in Thrakons Nähe schneller schlägt?

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Ein Leben am Meer, in einer sicheren Stadt als Dienerin von Mutter Meer – für Liria ein perfektes Leben, wie sie es bis zu diesem einen, schicksalhaften Tag führt. Geordnet und mit Regeln versehen. Ganz anders, als das Leben der Thokori.
Laut, bunt und wild geht es bei ihnen zu. Verständlich, dass Liria am Anfang ein wenig verstört ist von dieser Form des Lebens. Schließlich wurde ihr jahrelang etwas ganz anderes erzählt. Wilde, Barbaren, Menschen die Spaß am Töten haben. Doch was Liria mit eigenen Augen sieht und im Dorf der Thokori erlebt zeichnet ein ganz anderes Bild. Ein Bild, das sie zum nachdenken bringt und unerwartet vollkommen neue Seite an ihr zum Vorschein kommen lässt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gelungen. Schön fand ich dabei auch, dass wirklich gleich mit dem Tag von Lirias Entführung beginnt und man so sofort mittendrin ist in dem, was der Klappentext verspricht. Geholfen hat natürlich auch der sehr angenehme Schreibstil, dem ich jederzeit gut folgen konnte und ein leichtes Lesen gefördert hat.
An Lirias Person bin ich ganz unvoreingenommen herangegangen. Ich konnte mich nicht vom ersten Augenblick an mit ihr identifizieren, dafür hat sie im Verlauf des Buches eine beeindruckendes Entwicklung durchgemacht, sodass ich mich ihr am Ende dieses ersten Bandes sehr viel mehr verbunden fühlte.

Gemeinsam an Lirias Seite lernt man das Leben der Thokori kennen, sowie einige sehr interessante Personen. Für mich war es sehr spannend zu erfahren, wie sie Leben, ihre Sitten und Bräuche kennen zu lernen. Es ist ganz anders als das Leben, das Liria bisher kannte und dementsprechend am Anfang suspekt für sie. Doch je mehr Zeit sie dort verbringt, desto mehr erwärmt sie sich mit dem Wüstenvolk.

Nachdem Liria sich erst einmal darauf einlässt lernt man zusammen mit ihr viele interessante Charaktere kennen.
Allem voran hätten wir da natürlich Thrakon: Anführer der Thokori und derjenige, der Anspruch auf Liria als Kriegsbeute erhoben hat. Als erstes könnte man an einen grobschlächtigen Typen kennen. Die Wahrheit ist eine ganz andere. Kira Gembri und Lena König haben es geschafft mit Thrakon einen sehr interessanten und vielseitigen Charakter zu erschaffen. Er nimmt sich nicht einfach, was er will (obwohl er es könnte), sondern ist ein wirklich umgänglicher Mensch, der aber natürlich auch für das kämpft, was ihm am Herzen liegt.
Vor allem sein Umgang mit Liria fand ich bemerkenswert. Andere wären ganz sicher nicht so geduldig mit ihr gewesen. Hinzu kommt, dass seine Vergangenheit ihn noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.
Oh ja, mit ihm haben die beiden Autorinnen definitiv einen höchst interessanten Mann geschaffen!

Aber auch Nebencharaktere kommen nicht zu kurz. Gute wie schlechte. Eine sehr ausgewogene Mischung, die zu den Geschehnissen der Geschichte beitragen und für Spannung sorgen. Aber die kann jeder Leser selbst kennenlernen.
Zu guter Letzt möchte ich noch anmerken, wie gut mir das Cover gefällt! Es passt wirklich gut zur Geschichte und spiegelt auch Liria als Person sehr gut wieder (wenn auch eher im ersten Part der Geschichte).

Insgesamt hat mir dieser Auftakt der Reihe sehr gut gefallen und ich bin nach dem Ende definitiv gespannt darauf, wie es weitergeht!

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